07 April 2026, 08:08

14 Millionen Euro für die Serienproduktion von Carbonbeton in Leipzig

Betongebäude mit einem Weg, umgeben von grünem Gras, Pflanzen und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

14 Millionen Euro für die Serienproduktion von Carbonbeton in Leipzig

Großprojekt soll karbonbewehrten Beton in die Serienproduktion bringen

Mit einer Förderung von 14 Millionen Euro aus Bundesmitteln startet eine ambitionierte Initiative, um karbonbewehrten Beton in großem Maßstab herzustellen. Das Vorhaben knüpft an frühere Durchbrüche in Dresden an und zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch um bis zu 80 Prozent zu senken – bei gleichzeitig höherer Baueffizienz.

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Den Auftakt bildete das CUBE-Gebäude der TU Dresden, das weltweit erste Bauwerk, das vollständig aus Carbonbeton errichtet wurde. Jahrelange Forschung zu leichteren und belastbareren Alternativen zu herkömmlichem Stahlbeton münden nun in die nächste Phase: die Skalierung der Produktion für den breiten Industrieeinsatz.

In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, die dort auch getestet wird. Federführend ist das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, das eng mit der TU Dresden und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) zusammenarbeitet. Beteiligt sind zudem mehrere Industriepartner, um die praktische Umsetzung und Marktreife zu gewährleisten.

Kohlenstofffaser-bewehrter Beton bietet entscheidende Vorteile gegenüber klassischen Baustoffen: Er ermöglicht schlankere, langlebigere Bauteile bei deutlich geringerem Gewicht. Dadurch verringern sich Materialverschwendung und der Lebenszyklus von Gebäuden verlängert sich. Das Projekt läuft bis Ende 2029 und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz begleitet.

Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem nachhaltigen Bauwesen. Gelingt die Umsetzung, könnte die Technologie die Art und Weise, wie Gebäude entworfen und errichtet werden, grundlegend verändern. Die Leipziger Pilotanlage dient dabei als Testfeld für die spätere industrielle Einführung.

Quelle