20.000 fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt
Leni SchulzFrauentag in Berlin: Lauter Protest für mehr Rechte - 20.000 fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt
Tausende gingen am Internationalen Frauentag in Berlin auf die Straße, um Gleichberechtigung der Geschlechter und ein Ende der Gewalt gegen Frauen zu fordern. Die von einem Bündnis aus Gewerkschaften und Initiativen organisierte Demonstration zog nach Polizeischätzungen bis zu 20.000 Menschen an. Die Protestierenden trugen Schilder mit Botschaften wie "Gleichberechtigung ist keine Raketenwissenschaft" und "Männer töten nicht aus Liebe".
Die Demonstrant:innen versammelten sich, bevor sie sich in Richtung Rotes Rathaus in Bewegung setzten, wo der regierende Bürgermeister Berlins seinen Sitz hat. Unterwegs verurteilten Redner:innen Diskriminierung am Arbeitsplatz und Gewalt gegen Frauen. Viele Plakate zeigten zudem Solidarität mit der iranischen Widerstandsbewegung und trugen den Slogan "Frau, Leben, Freiheit".
Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), kritisierte die Bundesregierung für den Abbau des Sozialstaats. Sie forderte strengere gesetzliche Regelungen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Ähnliche Proteste fanden in Hamburg statt, wo unter anderem das Töchter Kollektiv Kundgebungen in anderen deutschen Großstädten koordinierte.
Die Veranstaltung vereinte Gewerkschaften, Frauenrechtsorganisationen und Aktivist:innen. Zu ihren Forderungen gehörten gleiche Bezahlung, besserer Schutz für Überlebende von Gewalt sowie strukturelle Veränderungen, um Diskriminierung in allen Lebensbereichen zu bekämpfen.
Die Berliner Demonstration zählte zu den größten Versammlungen zum Internationalen Frauentag in der Stadt. Organisator:innen und Teilnehmende betonten die Notwendigkeit konkreter politischer Maßnahmen, um Ungleichheit und Gewalt zu überwinden. Weitere Proteste wurden aus Hamburg und anderen urbanen Zentren Deutschlands gemeldet.






