06 November 2025, 12:12

43 Jahre Kampf gegen Gewalt: Marion Wenzel erhält Elisabeth-Selbert-Preis

Eine Gruppe von Frauen sitzt in der ersten Reihe, wobei eine Frau links eine rote Kleidung trägt und ein Mikrofon hält, und im Hintergrund eine Rolltafel und eine schwarze Plane zu sehen sind.

43 Jahre Kampf gegen Gewalt: Marion Wenzel erhält Elisabeth-Selbert-Preis

Marion Wenzel, die seit 43 Jahren engagiert im Autonomen Frauenhaus Osnabrück arbeitet, ist mit dem renommierten Elisabeth-Selbert-Preis ausgezeichnet worden. Die Oberbürgermeisterin würdigte ihr Wirken und betonte den konkreten Unterschied, den sie für unzählige Betroffene häuslicher Gewalt gemacht hat. Wenzel, die trotz ihres Ruhestands vor zwei Jahren weiterhin in Teilzeit tätig ist, wurde für ihr jahrzehntelanges Engagement zum Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt geehrt. Sie war nicht nur eine engagierte Mitarbeiterin, sondern auch eine politische Fürsprecherin, die sich für bessere Schutzmaßnahmen und eine stabile Finanzierung von Beratungsstellen einsetzte. Der Elisabeth-Selbert-Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, würdigt Frauen, die sich in besonderer Weise für das soziale, politische oder bürgerliche Leben in Osnabrück eingesetzt haben. Die diesjährige Auszeichnung, die erstmals mit 2.000 Euro dotiert ist, überreichte Oberbürgermeisterin Katharina Pötter im historischen Friedensaal des Rathauses. Wenzel bedankte sich bei der Jury für die „große Ehre“ und „hohe Anerkennung“, betonte jedoch, dass im Kampf gegen häusliche Gewalt noch große Herausforderungen bestünden. Sabine Strotmann, eine langjährige Kollegin, bezeichnete sie als „tragende Säule“ des Autonomen Frauenhauses. Wenzels Arbeit bleibt dringend notwendig – wie nicht zuletzt die jüngsten Femizide in der Stadt zeigen. Ihr unermüdlicher Einsatz hat unzähligen Frauen geholfen, und ihr Engagement ist eine Inspiration für alle, die sich gegen häusliche Gewalt engagieren.