03 May 2026, 16:07

70 Millionen gefährliche Produkte: Wie Deutschlands Online-Plattformen versagen

Metallbox mit der Aufschrift "Danger Do Not Open" neben einer Messlatte auf einer weißen Oberfläche.

70 Millionen gefährliche Produkte: Wie Deutschlands Online-Plattformen versagen

Deutschlands fünf größte Online-Shopping-Plattformen löschten im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote. Eine neue Analyse des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) offenbart das Ausmaß unsicherer und verbotener Waren, die weiterhin an Käufer gelangen. Die Ergebnisse zeigen Lücken bei der Überwachung gefährlicher Produkte in der gesamten EU auf.

Der VZBV wertete Daten aus der EU-Produktentfernungsdatenbank aus und verfolgte dabei die Maßnahmen großer Marktplätze. Dem Bericht zufolge waren 30 Millionen der gelöschten Angebote als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft worden. Dennoch warnt die Organisation, dass der Abgleich mit dem EU-System nach wie vor unvollständig sei.

Viele gefährliche Produkte entgehen weiterhin den Kontrollen. Der VZBV fordert nun schärfere Vorkehrungen, um zu verhindern, dass unsichere Artikel überhaupt erst zum Verkauf angeboten werden. Die aktuellen Maßnahmen seien seiner Ansicht nach reaktiv statt präventiv.

Die Untersuchung deckt Schwächen bei der Filterung gefährlicher Waren durch Online-Plattformen auf. Da monatlich weiterhin Millionen riskante Angebote entfernt werden, pocht der VZBV auf striktere Vorab-Blockaden. Der Aufruf zu Reformen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden unter Druck stehen, Schlupflöcher im EU-Produktsicherheitsrahmen zu schließen.

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