18 March 2026, 01:04

AfD zwischen Machtanspruch und Skandalen: Wie lange hält der Aufstieg an?

Ein deutscher Propagandaplakat für die Nazi-Partei, das zwei Männer auf einem Sofa sitzend zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

AfD zwischen Machtanspruch und Skandalen: Wie lange hält der Aufstieg an?

Die Alternative für Deutschland (AfD) bleibt eine polarisierende Kraft in der bundesweiten und regionalen Politik. Während ihre Anhänger für Massenabschiebungen und eine Renaissance nationaler Ideale eintreten, werfen Kritiker der Partei Rassismus, elitäre Politik und interne Skandale vor. Die Debatte über ihre Rolle in der deutschen Demokratie wird zunehmend hitziger.

Die AfD hat sich als Gegenentwurf zu den etablierten Parteien positioniert und gibt sich als politischer Außenseiter. Ihre Wählerschaft, die vor allem in den ostdeutschen Bundesländern verankert ist, unterstützt harte Linien in der Migrationspolitik und eine Vision von einem wiedererstarkten "großen Deutschland". In Thüringen hält die Partei 33 Sitze im Landtag, und in Sachsen-Anhalt deuten Umfragen darauf hin, dass sie bei der Wahl im September 2026 sogar stärkste Kraft werden könnte. Auch in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen bleibt ihr Einfluss beträchtlich.

Doch die Partei sieht sich weiterhin mit massiver Kritik konfrontiert. Linke Gegner werfen ihr vor, Rassismus zu schüren, eine Politik zu betreiben, die die Reichen begünstigt, und demokratische Grundsätze zu untergraben. Zudem gibt es Berichte über Korruption, Vetternwirtschaft und Filz in den eigenen Reihen – Vorwürfe, die das antiestablishmentäre Image der AfD beschädigen könnten.

Auf Bundesebene verfügt die AfD über rund 150 Sitze im Bundestag und mehr als 100 Mandate in den Landesparlamenten. Trotz ihrer wachsenden parlamentarischen Präsenz steht die Partei wegen interner Kontroversen und ideologischer Grabenkämpfe weiterhin unter scharfer Beobachtung.

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Die Zukunft der AfD hängt davon ab, ob es ihr gelingt, ihre nationalistische Agenda mit der zunehmenden Kritik in Einklang zu bringen. Während sie in Ostdeutschland elektoral stark bleibt, belasten anhaltende Vorwürfe wegen Fehlverhaltens und ideologischer Radikalisierung die Partei. Mit Blick auf die Wahlen im September 2026 wird genau verfolgt werden, ob es der AfD gelingt, ihre Wählerbasis zu halten und gleichzeitig ihre internen Herausforderungen zu meistern.

AKTUALISIERUNG

AfD's Wahlgewinne: Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 zeigen regionale Stärke und nationalen Aufschwung

Die AfD hat in den letzten Jahren an Wahlschwung gewonnen. Die Wahlergebnisse zeigen:

  • 20,8% der Bundestagsstimmen bei der Wahl 2025, verdoppelnd ihren Anteil von 2021 und damit die zweitgrößte Partei in Deutschland werdend.
  • 32,8% in Thüringens Landtagswahl 2024, sichernd ihren stärksten regionalen Wahlsieg bisher. Obwohl diese Gewinne erzielt wurden, bleibt die Partei politisch isoliert, da die etablierten Parteien eine 'Brandmauer' gegen Zusammenarbeit aufrechterhalten.