0.0% Rabatt auf alles: Warum alkoholfreier Wein im Trend liegt - Alkoholfreier Wein boomen: 86 Prozent mehr Verkäufe in 2024
Deutsche trinken weniger Alkohol
Der Trend zu alkoholfreien Getränken ist deutlich. Der Verkauf von alkoholfreiem Wein stieg 2024 um 86 Prozent – auch wenn sein Marktanteil bisher nur bei 1,5 Prozent liegt. Der gesamte alkoholfreie Getränkesektor (ohne Bier) hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Eine Trendstudie aus dem Jahr 2024 zeigt, dass 50 Prozent der Verbraucher:innen sich mehr alkoholfreie Alternativen wünschen; bei der Generation Z liegt der Anteil sogar bei 68 Prozent.
Ein wichtiger Treiber dieses Wachstums ist Rotkäppchen-Mumm, das im vergangenen Jahr einen Anstieg der alkoholfreien Verkäufe um 33 Prozent verzeichnete. Auch bekannte Marken wie Henkell, Geiger, Kolonne Null, Sektmanufaktur Strauch und Schloss Wachenheim haben sich in diesem Segment etabliert und sind regelmäßig auf Branchenveranstaltungen wie der ProWein Zero 2026 vertreten. Zudem haben sich die Herstellungsverfahren verbessert: Hochwertige alkoholfreie Weine werden heute in einem zweitägigen Prozess mit Adsorberharz hergestellt, um die Aromen zu erhalten. Die Vakuumdestillation, bei der der Alkohol schonend bei 32 Grad Celsius entzogen wird, ist eine weitere beliebte Methode. Bei alkoholfreiem Sekt wird der Basiswein zunächst entalkoholisiert, bevor die Kohlensäure zugesetzt wird.
Der Trend beschränkt sich nicht auf den "Dry January". Johannes Trautwein vom Weingut Trautwein begann bereits 2014, Wein zu dealcoholisieren – damals mit je 5.000 Litern Riesling und Müller-Thurgau. Seine Pionierarbeit ebnete den Weg für den heutigen Wachstumsmarkt.
Die Nachfrage nach alkoholfreiem Wein und Sekt steigt, begünstigt durch bessere Produktionstechniken und veränderte Konsumgewohnheiten. Mit wachsenden Umsätzen und neuen Marken, die in den Sektor drängen, wird sich der Marktanteil voraussichtlich über die aktuellen 1,5 Prozent hinaus ausdehnen. Besonders junge Verbraucher:innen treiben die Entwicklung voran – und sorgen dafür, dass das Angebot in Zukunft noch vielfältiger wird.