23 April 2026, 00:15

Amanda Knox unterstützt verurteilte Krankenschwester Lucy Letby – und löst Empörung aus

Altes Buch mit dem Titel 'Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue' ist aufgeschlagen und zeigt eine Seite mit schwarzer Tinte.

Amanda Knox unterstützt verurteilte Krankenschwester Lucy Letby – und löst Empörung aus

Amanda Knox hat öffentlich ihre Unterstützung für Lucy Letby gezeigt, die Krankenschwester, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde. Bei einer Veranstaltung in London enthüllte Knox, dass sie Letby im Gefängnis einen Brief sowie ein Exemplar ihrer Autobiografie zugeschickt habe. Dieser Schritt hat Kritik von der Familie von Meredith Kercher ausgelöst – jener britischen Studentin, deren Mord Knox einst selbst vorgeworfen wurde.

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Knox sprach im Greenwich Picturehouse im Rahmen der Promotion ihres Dokumentarfilms Mouth Of The Wolf. Sichtbar bewegt und mit den Tränen kämpfend bestätigte sie, dass sie Letby ihr 2021 erschienenes Buch Frei (Originaltitel: Free) zukommen ließ, in dem sie ihr Leben nach der Haft schildert. Ein Zuschauer berichtete später, Knox habe Letby zudem geraten, sich "an der Hoffnung festzuhalten".

In ihrem Podcast über den Fall Letby beschränkt sich Knox strikt auf die Fakten und verzichtet auf persönliche Kommentare zu Letby selbst. Zusätzlich schickte sie einen separaten Brief an Letbys Eltern. Es ist nicht ihr erstes Buch – bereits 2013 veröffentlichte sie Warten auf Gerechtigkeit (Originaltitel: Waiting To Be Heard), in dem sie ihre Erfahrungen mit dem italienischen Justizsystem verarbeitet.

Der Anwalt der Familie Kercher reagierte scharf und warf Knox vor, sie "kapitalisiere" Meredith Kerchers Andenken. Die Familie empfindet Knox' öffentliches Auftreten mittlerweile als "zu viel des Guten", so der Anwalt.

Knox' Unterstützung für Letby fällt in eine Phase, in der ihre eigenen juristischen Auseinandersetzungen weiterhin für Kontroversen sorgen. Die Kritik der Familie Kercher unterstreicht die anhaltenden Spannungen, während Knox ihre Geschichte weiterhin durch Bücher, Dokumentationen und öffentliche Auftritte teilt. Letby hingegen sitzt nach ihrer Verurteilung im vergangenen Jahr weiterhin im Gefängnis.

Quelle