Amos Oz' "Esperanto" beleuchtet Israels Kibbuz-Leben bei Lesung in Bergisch Gladbach
Noah JägerAmos Oz' "Esperanto" beleuchtet Israels Kibbuz-Leben bei Lesung in Bergisch Gladbach
Literarische Lesung in Bergisch Gladbach würdigt Israels Unabhängigkeitstag mit Werken von Amos Oz
Anlässlich des bevorstehenden Unabhängigkeitstags Israels findet in Bergisch Gladbach eine literarische Veranstaltung statt, bei der aus dem Werk von Amos Oz gelesen wird. Am 1. Mai werden im Großen Sitzungssaal des Rathauses Auszüge aus „Zwischen Freunden“ vorgetragen. Der Eintritt ist frei, Spenden kommen jedoch dem örtlichen Partnerstädteverein zugute.
Die vom Katholischen Bildungswerk und dem Verein Ganey Tikva organisierte Lesung widmet sich der Kurzgeschichte „Esperanto“, die Ende der 1950er-Jahre spielt. In dieser Zeit sahen sich viele Kibbuzim – kollektive Siedlungen, die bereits vor der Staatsgründung Israels entstanden – mit Herausforderungen konfrontiert, die ihr Ideal des gemeinschaftlichen Lebens infrage stellten. Hein Haun wird Passagen vortragen, die die Spannungen und Hoffnungen jener Epoche einfangen.
Amos Oz’ Werk setzt sich häufig mit den Widersprüchlichkeiten des Kibbuz-Lebens auseinander, in dem Ressourcen, Entscheidungen und der Alltag gemeinschaftlich organisiert waren. Die Themen der Geschichte spiegeln Israels frühe Jahre wider, als solche Siedlungen eine zentrale Rolle bei der Formung der nationalen Identität spielten. Der Zeitpunkt der Veranstaltung fällt zudem mit dem 76. Jahrestag der Staatsgründung Israels zusammen, die David Ben-Gurion am 14. Mai 1948 verkündete.
Interessierte sind um 19:00 Uhr zur Lesung eingeladen; der Eintritt ist kostenlos. Die Veranstalter bitten um freiwillige Spenden, um die Beziehungen zwischen Bergisch Gladbach und seiner israelischen Partnerstadt zu festigen.
Die Lesung bietet durch Oz’ literarischen Blick einen Einblick in Israels Vergangenheit und fällt mit den nationalen Feierlichkeiten zusammen, während sie zugleich das bleibende Erbe der Kibbuzim würdigt. Die gesammelten Spenden kommen direkt der weiteren Zusammenarbeit der beiden Gemeinden zugute.






