Arbeitslosigkeit in Göttingen steigt im Januar trotz weniger Stellenangebote
Noah JägerArbeitslosigkeit in Göttingen steigt im Januar trotz weniger Stellenangebote
Arbeitslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagentur Göttingen steigt im Januar
Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur Göttingen angestiegen. Die Zahl der Erwerbslosen erhöhte sich im Vergleich zum Dezember um 7,3 Prozent auf 16.287. Gleichzeitig standen weniger offene Stellen zur Verfügung als in den Vorjahren.
Die Jobcenter der Region betreuten im Januar 10.212 arbeitslose Menschen – 321 mehr als im Vormonat. Auch die Neuanträge auf Arbeitslosengeld nahmen zu: Es wurden 793 zusätzliche Anträge gestellt. Insgesamt meldeten sich 3.186 Personen als arbeitslos, darunter 1.604, die zuvor einer Beschäftigung nachgegangen waren.
Trotz des Anstiegs verließen im Januar 2.059 Menschen die Statistik der Arbeitslosen. Davon fanden 614 einen neuen Job. Die Arbeitslosenquote des Bezirks liegt nun bei 6,7 Prozent und ist damit um 0,5 Prozentpunkte höher als im Dezember.
Auf der Seite der Stellenangebote wurden im Januar 727 neue Vakanzen gemeldet, sodass sich die Gesamtzahl der offenen Positionen auf 3.678 belief. Allerdings bleibt die durchschnittliche Zeit zur Besetzung einer Stelle mit 115 Tagen weiterhin lang. Im Vergleich zum Januar 2024 ist die Arbeitslosigkeit zwar um 450 Personen gesunken, doch der allgemeine Trend zeigt weniger Beschäftigungsmöglichkeiten als noch im Vorjahr. Damals verzeichnete der Bezirk einen deutlichen Rückgang um 910 Stellen, was einem Minus von 18,1 Prozent entsprach – im Schnitt standen damals 4.109 offene Positionen zur Verfügung.
Die aktuellen Zahlen zeichnen ein gemischtes Bild des Göttinger Arbeitsmarktes. Zwar ist die Arbeitslosigkeit seit 2024 zurückgegangen, doch der Anstieg der Arbeitslosenmeldungen im Januar und die längeren Vermittlungszeiten deuten auf anhaltende Herausforderungen hin. Der Bezirk sieht sich nun mit einer höheren Arbeitslosenquote bei gleichzeitig rückläufigen Stellenangeboten konfrontiert.