Ärzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Schnaps im Supermarkt, kein Bier für Teenager
Philipp HartmannÄrzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Schnaps im Supermarkt, kein Bier für Teenager
Kassenärztliche Vereinigung Marburg drängt auf schärfere Alkoholgesetze in Deutschland
Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg fordert strengere Regelungen für den Alkoholverkauf in Deutschland. Zu den Vorschlägen gehört ein Verbot hochprozentiger Spirituosen in Supermärkten sowie das Ende des kontrollierten Alkoholkonsums für Jugendliche ab 14 Jahren. Die Vereinigung argumentiert, dass diese Maßnahmen den Verbrauch senken und junge Menschen vor langfristigen Schäden schützen würden.
Laut den neuen Plänen dürften Spirituosen künftig nur noch in lizenzierten Fachgeschäften verkauft werden. Supermärkte, Tankstellen und Kioske hätten sie dann nicht mehr im Sortiment. Zudem will die Vereinigung die bestehende Regelung abschaffen, die es 14- und 15-Jährigen erlaubt, in Begleitung der Eltern Bier, Wein oder Sekt zu trinken.
Die Delegierten verwiesen auf internationale Studien, die belegen, dass strengere Altersgrenzen und Verkaufskontrollen den Alkoholkonsum verringern. Sie warnten, dass frühes Trinken das Risiko für Suchterkrankungen und dauerhafte Gesundheitsschäden erhöht. Alkohol sei eine der größten vermeidbaren Gesundheitsgefahren in Deutschland, so die Vereinigung.
Besonders betont wurde, dass verschärfte Vorschriften junge Menschen vor sozialen und medizinischen Spätfolgen bewahren könnten. Die geplanten Regeln würden hochprozentige Getränke aus dem alltäglichen Einzelhandel verbannen und den Alkoholkonsum unter 16-Jährigen selbst unter Aufsicht unterbinden. Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass diese Schritte den Gesamtverbrauch senken und Suchtgefahren mindern würden. Nun wartet die Vereinigung auf eine Stellungnahme der Politik zu den Reformvorschlägen.






