04 January 2026, 16:12

Ausstellung „Frauen in der deutschen Bundesliga“ hinterfragt Klischees nach 30 Jahren Einheit

Ein Foto-Rahmen eines Gemäldes an einer Wand, das mehrere Frauen in einem Raum bei verschiedenen Aktivitäten zeigt.

Ausstellung „Frauen in der deutschen Bundesliga“ hinterfragt Klischees nach 30 Jahren Einheit

Im Januar 2026 eröffnet im Bürger-Museum Wolfenbüttel die neue Ausstellung "Frauen in der deutschen Bundesliga". Die Schau will langlebige Klischees über Frauen aus Ost- und Westdeutschland hinterfragen – Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung. Die Veranstalter beschreiben sie als eine Spurensuche nach der Wahrheit hinter gängigen Vorurteilen.

Die Ausstellung ist vom 15. Januar bis zum 4. Oktober 2026 zu sehen. Den Auftakt bildet am 14. Januar ein öffentlicher Vortrag der Kuratorin Clara Marz, in dem sie die Entstehung und Ziele des Projekts vorstellt. Die Veranstaltung setzt sich damit auseinander, wie sich die Wahrnehmung von Frauenrollen seit der deutschen Einheit hartnäckig hält.

Trotz der vergangenen Zeit sind Vorstellungen über ost- und westdeutsche Frauen nach wie vor weit verbreitet. Die Ausstellung verbindet historische und kulturelle Perspektiven, ohne jedoch konkrete Quellen dieser Klischees offen zu legen. Im Mittelpunkt stehen stattdessen Aufbau und Präsentation der Schau.

Neun Monate lang haben Besucher:innen Gelegenheit, sich mit den Themen von "Frauen in der deutschen Bundesliga" zu beschäftigen. Marz’ Eröffnungsvortrag leitet eine breitere Debatte über Identität und Geschichte ein. Bisher hat das Museum keine Details zu den zugrundeliegenden Quellen oder der Forschung hinter den gezeigten Erzählungen veröffentlicht.