Baden-Württemberg verzeichnet dritten Wirtschaftseinbruch in Folge – nur das Saarland ist schwächer
Finn WagnerBaden-Württemberg verzeichnet dritten Wirtschaftseinbruch in Folge – nur das Saarland ist schwächer
Baden-Württembergs Wirtschaft schrumpft zum dritten Mal in Folge
Die Wirtschaft Baden-Württembergs ist 2024 zum dritten Jahr in Folge geschrumpft – ein anhaltender Abwärtstrend seit 2022. Das südwestdeutsche Bundesland liegt damit auf dem vorletzten Platz unter den deutschen Ländern, nur das Saarland schnitt im vergangenen Jahr noch schlechter ab.
Laut offiziellen Zahlen ging die Wirtschaftsleistung Baden-Württembergs 2023 um 0,2 % zurück. Dieser Rückgang steht im deutlichen Kontrast zu Mecklenburg-Vorpommern, das mit einem Wachstum von 1,4 % bundesweit an der Spitze lag. Im gesamtdeutschen Vergleich betrug das inflationsbereinigte Wachstum lediglich 0,2 %.
Am stärksten betroffen war der Industriesektor des Landes: Hier sank die Produktion real um 2,6 %. Auch die Bauwirtschaft verzeichnete im Vergleich zu 2023 einen Rückgang. Lediglich der Dienstleistungssektor konnte leicht zulegen – um 0,4 %.
Noch 2022 hatte Baden-Württembergs Wirtschaft ein Volumen von rund 667,1 Milliarden Euro – fast 15 % der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung. Doch die anhaltende Rezession hat die Nachfrage nach Arbeitskräften gedämpft, die verfügbaren Einkommen verringert und die Steuereinnahmen geschmälert.
Das Saarland verzeichnete mit einem Rückgang von 0,9 % den stärksten Einbruch. Die aktuellen Daten bestätigen die anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten Baden-Württembergs seit 2022. Da sowohl die Industrie als auch die Bauwirtschaft schwächeln, bleibt die Performance des Landes deutlich unter dem Bundesschnitt. Die Krise hat zudem die Arbeitsmarktchancen eingeschränkt und das Wachstum der öffentlichen Einnahmen gebremst.






