Bahnchaos droht: Modernisierungen legen wichtige ICE-Strecken lahm
Große Bahnmodernisierungen in Deutschland: Einschränkungen auf wichtigen Strecken in den kommenden Monaten
Reisende auf den Strecken Hannover–Berlin und Amsterdam–Berlin müssen sich in den nächsten Monaten auf erhebliche Verspätungen und ein reduziertes Angebot einstellen. Die Bauarbeiten sind Teil einer umfassenden Offensive zur Modernisierung der meistgenutzten Hochgeschwindigkeitsverbindungen des Landes.
Die Strecke Hamburg–Berlin wird bereits seit August 2022 saniert, was zu anhaltenden Verspätungen und Umleitungen geführt hat. Diese Arbeiten nähern sich nun ihrem Abschluss, und mit einer vollständigen Wiederherstellung des regulären Betriebs wird bis Mitte Juni 2023 gerechnet.
Ab dem 2. Oktober 2023 rückt die Strecke Hannover–Berlin in den Fokus. Die Bauarbeiten dort dauern voraussichtlich bis mindestens zum 12. Dezember 2023, wobei weitere Verzögerungen nicht ausgeschlossen sind. In dieser Zeit müssen Reisende mit ICE-Zügen auf dieser Relation mit Verspätungen von bis zu 80 Minuten rechnen.
Die Sanierung führt zudem zu einer vollständigen Einstellung des Fernverkehrs durch Wolfsburg. Zudem wird die ICE-Verbindung über Kassel auf der Strecke Braunschweig–Frankfurt für die Dauer der Arbeiten komplett ausgesetzt.
Auch auf der Verbindung Amsterdam–Berlin gibt es ab Oktober Einschränkungen: Nur noch alle vier Stunden verkehrt ein Zug, und die Fahrzeiten verlängern sich um bis zu 70 Minuten.
Ziel der Modernisierungsmaßnahmen ist die Aufwertung der am stärksten frequentierten Bahnstrecken Deutschlands. Zwar normalisiert sich der Betrieb nach Abschluss jeder Bauphase schrittweise, doch müssen sich Reisende auf anhaltende Beeinträchtigungen auf mehreren Strecken einstellen. Die Behörden raten dazu, Fahrpläne vorab zu prüfen und ausreichend Pufferzeit einzuplanen.






