Basketball-Bundesliga plant revolutionäres Final-Four-Konzept für mehr Frauen-Sichtbarkeit
Finn WagnerBBL-Boss findet gemeinsame Pokalsieger-Endrunde interessant - Basketball-Bundesliga plant revolutionäres Final-Four-Konzept für mehr Frauen-Sichtbarkeit
Basketball-Bundesliga prüft große Reform der Pokal-Endrunden
Die Basketball-Bundesliga in Deutschland erwägt eine grundlegende Änderung ihrer Pokal-Endrunden. Bisher werden die Meister der Männer und Frauen in getrennten Turnieren ermittelt. Ligachef Stefan Holz setzt sich seit Langem für ein gemeinsames Final Four ein, um die Sichtbarkeit des Frauen-Basketballs zu erhöhen.
Die Idee kommt nicht von ungefähr: Internationale Doppelveranstaltungen ziehen bereits seit Jahren größere Zuschauerzahlen an.
In den vergangenen fünf Jahren hat die Dam Basketball-Bundesliga (DBBL) ihre Reichweite durch hochkarätige Doppelspieltage deutlich ausgebaut. Teams wie Uni Györ aus Ungarn, Fenerbahçe aus der Türkei und Villeneuve d'Ascq aus Frankreich waren etwa bei den Showdowns 2023 und 2025 in Deutschland zu Gast. Die Spiele, die auf Plattformen wie MagentaSport und YouTube übertragen wurden, verzeichneten laut DBBL-Angaben jährlich über 40 Prozent mehr Zuschauer.
Trotz dieser Erfolge bleibt die Zusammenlegung der Männer- und Frauen-Finals jedoch noch in der Diskussion. Holz unterstützt den Vorschlag nachdrücklich, doch es gibt noch offene Fragen: Die Planung der Spieltermine, die Arena-Aufteilung, Sponsorenverträge und die Einnahmenverteilung müssen geklärt werden, bevor eine endgültige Entscheidung fallen kann.
In dieser Saison sicherte sich BMA365 Bamberg Baskets vergangenen Wochenende den Pokaltitel bei den Männern. Das Final Four der Frauen findet unterdessen an diesem Wochenende in Berlin statt – die Turniere bleiben vorerst getrennt.
Ein gemeinsames Final Four könnte den Frauen-Basketball in Deutschland noch weiter in den Fokus rücken. Die Liga profitiert bereits jetzt von wachsender internationaler Aufmerksamkeit durch Doppelveranstaltungen. Bis eine Einigung erzielt wird, laufen die Wettbewerbe der Männer und Frauen jedoch weiterhin separat.






