27 April 2026, 18:08

Bauunternehmen aus Gifhorn steht unter Betrugsverdacht – Opfer klagen über 300.000 Euro Verlust

Verlassenes Gebäudeinnere mit Graffiti-beschmierten Wänden, bröckelnden Strukturen, gebrochenen Fenstern, Geländern, Polen, Rohren und Pipelines; sichtbares Wasserzeichen unten.

Bauunternehmen aus Gifhorn steht unter Betrugsverdacht – Opfer klagen über 300.000 Euro Verlust

Eine Gruppe von Hauseigentümern in der Nähe des Harzes und der Lüneburger Heide wirft einem Bauunternehmen mit Sitz in Gifhorn Betrug vor. Zu den Vorwürfen gehören die Forderung hoher Vorauszahlungen, mangelhafte Handwerksarbeit und unvollendete Projekte – die Opfer stehen mit Verlusten von insgesamt über 300.000 Euro da.

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Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat inzwischen Ermittlungen gegen den Geschäftsführer des Unternehmens wegen des Verdachts auf betrügerische Machenschaften eingeleitet. Die betroffenen Hauseigentümer berichten, sie hätten erhebliche Summen im Voraus überwiesen, noch bevor mit den Arbeiten begonnen wurde. Statt fertiger Projekte erhielten sie jedoch unvollendete oder schlecht ausgeführte Bauten. In einigen Fällen soll das Unternehmen sogar komplett von den Baustellen verschwunden sein.

Die Anschuldigungen gehen über finanzielle Unregelmäßigkeiten hinaus. Ein Opfer gab an, 140.000 Euro verloren zu haben, ein anderes wurde um 50.000 Euro erleichtert, die aus einem vom Unternehmen installierten Safe gestohlen wurden. Die Ermittler prüfen zudem Vorwürfe der Urkundenfälschung in Verbindung mit der Firma.

Versuche, den Geschäftsführer und seine Ehefrau zu kontaktieren, blieben bisher erfolglos. Unterdessen sind die Website des Unternehmens und dessen Online-Profile verschwunden – es gibt keine Spur mehr von dessen Aktivitäten.

Trotz geringerer Aussichten, ihr Geld zurückzuerhalten, erheben die Hauseigentümer nun ihre Stimme. Ihr Ziel ist es, andere davor zu bewahren, auf ähnliche Maschen hereinzufallen, wenn sie ein Bauunternehmen auswählen. Der Fall wird weiterhin von der Staatsanwaltschaft Braunschweig untersucht. Mit Verlusten von über 300.000 Euro stehen die Betroffenen vor finanziellen Rückschlägen und unfertigen Immobilien. Das Schweigen des Geschäftsführers und das plötzliche Verschwinden des Unternehmens haben die Verdachtsmomente nur noch verstärkt.

Quelle