Bayern streicht Vorauszahlungserinnerungen – Steuerzahler müssen selbst aktiv werden
Philipp HartmannBayern streicht Vorauszahlungserinnerungen – Steuerzahler müssen selbst aktiv werden
Das Bayerische Landesamt für Steuern hat Änderungen bei der Behandlung von Vorauszahlungserinnerungen bekannt gegeben. Ab sofort erhalten Steuerzahler keine Benachrichtigungen mehr vor den Fälligkeitsterminen ihrer Zahlungen. Die Maßnahme ist Teil eines schrittweisen Verzichts auf papierbasierte Abläufe.
Bisher hatte die Behörde Erinnerungen verschickt, um Steuerpflichtigen die fristgerechte Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu erleichtern. Diese Praxis wurde nun eingestellt – künftig müssen die Betroffenen die Termine selbst im Blick behalten. Die Entscheidung folgt einer generellen Reduzierung papiergebundener Vorgänge, zu der auch der Verzicht auf Einzahlungsscheine in amtlichen Schreiben zählt.
Um Säumniszuschläge zu vermeiden, empfiehlt das Finanzamt die Anmeldung zum SEPA-Lastschriftverfahren. Dieses System bucht die fälligen Beträge automatisch zum Stichtag ab und verringert so das Risiko von Verzögerungen. Ob andere deutsche Finanzämter ähnliche Änderungen planen, wurde bisher nicht mitgeteilt.
Die Umstellung bedeutet, dass Steuerzahler künftig stärker selbst für die Einhaltung der Vorauszahlungstermine verantwortlich sind. Wer auf automatische Abbuchungen setzt, kann weiterhin das SEPA-Verfahren nutzen, um pünktliche Zahlungen sicherzustellen. Ob weitere Anpassungen im Erinnerungssystem folgen, ließ die Behörde offen.