03 April 2026, 02:07

Berlin kämpft mit mehr Messerangriffen und explodierender Schusswaffengewalt

Ein schildförmiges Polizeisiegel mit der Aufschrift "Polizei Berlin" in fetter schwarzer Schrift auf einem blauen Hintergrund mit einem weißen Stern und Rahmen, das auf einer Oberfläche liegt.

Berlin kämpft mit mehr Messerangriffen und explodierender Schusswaffengewalt

Messattacken in Berlin steigen um 5,5 Prozent – Schusswaffengewalt legt dramatisch zu

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In Berlin ist die Zahl der Messerangriffe von 2024 auf 2025 um 5,5 Prozent gestiegen, mit 3.599 registrierten Fällen. Gleichzeitig verzeichnet die Stadt in diesem Jahr einen drastischen Anstieg der Schusswaffengewalt um 68 Prozent – insgesamt 1.119 Vorfälle. Unterdessen fordert die rechtspopulistische AfD mehr Transparenz und wirft der regierenden Koalition vor, zentrale Details zu Gewaltstraftaten zurückzuhalten.

Als Reaktion auf die zunehmende Gewalt führte Berlin drei Waffen- und Messerbeschränkungszonen ein, in denen die Messerkriminalität um bis zu 45 Prozent zurückging. Trotz dieser Fortschritte behauptet die AfD, die Regierung unternehme zu wenig, um das grundsätzliche Problem zu lösen. Der Berliner Landesverband der Partei hat eine "Messer-App" entwickelt, die polizeilich erfasste Vorfälle, Verletzungen und Angriffsorte der letzten 30 Tage kartografiert.

Mindestens drei besonders schwere Messerangriffe erschütterten Berlin im Jahr 2024. Im September griffen zwei neonazistische Brüder SPD-Wahlkämpfer an, woraufhin Haft- und Bewährungsstrafen verhängt wurden. Einen Monat später führte ein Angriff im Volkspark Hasenheide zu einem Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung bzw. versuchten Mordes; der Verdächtige sitzt seitdem in Untersuchungshaft. In diesen Fällen kam es zu Festnahmen, Untersuchungshaft und Verurteilungen.

Die AfD kritisiert, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) das volle Ausmaß des Problems nicht abbilde. Fraktionschefin Kristin Brinker warf der Koalition mangelnde Transparenz vor – insbesondere bei der Herkunft der Tatverdächtigen, eine Information, die Berlin im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern nicht veröffentlicht. Die Partei besteht darauf, dass die Freigabe solcher Daten der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis der Lage ermöglichen würde.

Der Vorstoß der AfD für mehr Transparenz fällt in eine Zeit, in der Messerkriminalität ein umstrittenes Wahlkampfthema bleibt. Zwar haben die Beschränkungszonen in bestimmten Gebieten zu einem Rückgang der Straftaten geführt, doch steigt die Gesamtzahl der Fälle weiter an. Mit ihrer neu veröffentlichten Übersicht zu polizeilich erfassten Vorfällen will die Partei eine von ihr behauptete Lücke in der offiziellen Berichterstattung schließen.

Quelle