Berlin reformiert sein Schulsystem: Strengere Regeln und mehr Leistungskontrollen geplant
Noah JägerBerlin reformiert sein Schulsystem: Strengere Regeln und mehr Leistungskontrollen geplant
Berlin steht vor einer grundlegenden Reform seines Schulsystems: Ein neuer Gesetzentwurf soll die Bildungsqualität verbessern. Der Berliner Senat hat Änderungen des Schulgesetzes beschlossen, die strengere Anwesenheitspflichten und häufigere Leistungsüberprüfungen der Schüler:innen vorsehen. Die Verantwortlichen bezeichnen die Reformen als Schritt, um die Schulen "zukunftsfähig" zu machen.
Das geplante Gesetz sieht vor, dass Schulen die Lernfortschritte der Schüler:innen systematischer erfassen müssen. Standardisierte Tests und digitale Dokumentationen sollen helfen, Kinder mit Förderbedarf frühzeitig zu erkennen. Auch die Lehrkräfte werden ihre Methoden künftig regelmäßiger evaluieren.
Zu den Neuerungen gehören verschärfte Regeln für Schulübergänge, den Einsatz von künstlicher Intelligenz sowie strengere Maßnahmen gegen unentschuldigtes Fehlen. Schüler:innen mit häufigen unklaren Fehlzeiten könnten künftig verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder mit chronischen Erkrankungen.
Der Gesetzentwurf wird nun dem Abgeordnetenhaus zur Debatte und endgültigen Abstimmung vorgelegt. Bei einer Verabschiedung würden die Änderungen die Art und Weise verändern, wie Berlins Schulen Leistungen und Anwesenheit überwachen. Im Mittelpunkt der gesetzlichen Aktualisierung stehen frühe Förderung und datengestützter Unterricht. Schulen sollen die Schüler:innen künftig häufiger bewerten, während strengere Fehlzeitenregelungen Kindeswohlgefährdungen vorbeugen sollen. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Berliner Abgeordneten.






