05 April 2026, 10:08

Berliner S-Bahn im Ausnahmezustand: Polizeieinsatz und Signalstörungen legen Verkehr lahm

Ein Blatt mit Bildern von Menschen, Zügen und anderen Gegenständen sowie einem Text mit der Überschrift "Der Zug, der nie aufhört - so funktioniert das ständige Transportsystem."

Berliner S-Bahn im Ausnahmezustand: Polizeieinsatz und Signalstörungen legen Verkehr lahm

Chaos im Berliner S-Bahn-Netz: Polizeieinsatz und Signalstörungen sorgen für massive Ausfälle

An den Montag- und Dienstagmorgen kam es im Berliner S-Bahn-Verkehr zu schweren Behinderungen. Eine Polizeiaktion sowie Signalstörungen führten zu weitreichenden Verspätungen, Zugausfällen und Änderungen im Fahrplan. Fahrgäste beschrieben die Lage als chaotisch – manche fragten sich im Nachhinein, warum sie sich überhaupt auf den Weg gemacht hatten.

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Die Probleme begannen bereits am frühen Montagmorgen, als ein Zug zwischen Blankenburg und Friedrichstraße gegen 9 Uhr zum Stehen kam. Eine Person auf den Gleisen löste eine vollständige Sperrung dieses Abschnitts aus, was zu netzweiten Verspätungen führte. Später bestätigte sich, dass es sich um einen Suizidversuch gehandelt hatte.

Am Dienstag verschärften Reparaturarbeiten an mehreren Signalanlagen in der Nähe des Alexanderplatzes die Situation zusätzlich. Die Linien S3, S5, S7, S75 und S9 waren von Ausfällen oder eingeschränktem Betrieb betroffen. Die S3 pendelte nur noch im 10-Minuten-Takt als Ersatzverkehr zwischen Erkner und Warschauer Straße – ohne Expressverbindungen. Die S5 endete bereits am Ostbahnhof statt an ihren üblichen Zielhalten.

Auch die S7 wurde auf zwei separate Strecken aufgeteilt: eine von Ahrensfelde bis Warschauer Straße, die andere von Charlottenburg nach Potsdam. Fahrgästen der S75 wurde geraten, auf die S5 oder S7 auszuweichen, während Reisende zwischen Ostbahnhof und Charlottenburg auf die Linien S3, S5 oder S9 verwiesen wurden. Aufgrund unklarer Durchsagen herrschte bei vielen Pendler:innen Verwirrung, teilweise forderten Mitarbeiter:innen die Fahrgäste auf, Abstand von den Türen zu halten, um das Einsteigen zu beschleunigen.

Ein verärgter Fahrgast meinte sarkastisch, er hätte stattdessen an die Ostsee fahren sollen. Andere nannten das Erlebte "absurd" – wenn auch kaum jemand bestritt, dass es zumindest "ereignisreich" gewesen sei.

Die Störungen ließen zahlreiche Berufspendler:innen stranden oder zwangen sie zu Umwegen. Die Kombination aus Signalreparaturen und dem Vorfall vom Montag führte zu einem der schwersten Betriebszusammenbrüche der letzten Wochen. Mit einer Normalisierung des Fahrplans ist erst nach Abschluss der Reparaturarbeiten und der Ermittlungen zu rechnen.

Quelle