Berlins Volleyball-Dynastie wankt: Lüneburg droht das historische Finale zu sprengen
Noah JägerBerlins Volleyball-Dynastie wankt: Lüneburg droht das historische Finale zu sprengen
Berlins Männer-Volleyballteam jagt an diesem Wochenende den zehnten Titel in Folge
Das Finale findet statt, nachdem die Mannschaft früh in den Pokal-Halbfinals und der Gruppenphase der Champions League gescheitert ist. Gegner SVG Lüneburg will Berlins lange Vorherrschaft im deutschen Volleyball beenden.
Das Duell stellt Berlins Erfahrung gegen Lüneburgs rekordverdächtige Saison. Beide Teams gehen selbstbewusst in das Finale, doch nur eines wird als Meister hervorgehen.
Berlins holpriger Weg ins Finale Die Hauptstädter hatten eine wackelige Saison: Nach Enttäuschungen im Pokal und auf europäischer Ebene setzt das Team nun alles auf den Ligatitel, um die Spielzeit zu retten. Geschäftsführer Kaweh Niroomand bezeichnete das Finale als "50 zu 50", betonte aber volles Vertrauen in den neuen Cheftrainer Markus Steuerwald. Dieser war am 27. April nach dem Abgang von Alexandre Leal befördert worden – ursprünglich sollte er in der nächsten Saison zu den Grizzlys Giesen wechseln.
Lüneburgs Traumsaison Unter Stefan Hübner, der den Verein seit über einem Jahrzehnt führt, dominierte Lüneburg diese Saison. Die Mannschaft gewann das Pokalfinale gegen Friedrichshafen und beendete die Hauptrunde erstmals als Tabellenführer. In den Playoffs verlor sie lediglich zwei Sätze. Hübner lehnte trotz mehrerer Angebote – darunter die Chance, die deutsche Nationalmannschaft zu trainieren – ab und bleibt bis 2030 bei SVG.
Eine Rivalität mit Ecken und Kanten Berlin hat in den jüngsten Begegnungen die Oberhand behalten und Lüneburg im Liga-Pokal sowie im Rückspiel der Liga geschlagen. Doch Lüneburgs Geschäftsführer hatte einst provokant erklärt: "Der Fernsehturm wackelt" – eine Anspielung auf Berlins Heimarena. Berlins Kapitän Ruben Schott konterte scherzhaft, man werde "diese kleine Turnhalle auseinandernehmen" – ein Seitenhieb auf Lüneburgs bescheidenere Spielstätte.
Historische Chance für Lüneburg Ein Sieg der Niedersachsen würde die 27-jährige Vorherrschaft von Berlin und Friedrichshafen im deutschen Volleyball brechen. Für Berlin wäre der Titel dagegen die Bestätigung nach einem schwierigen Jahr – und die Fortsetzung einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.
Das Finale entscheidet, ob Berlin erneut triumphiert oder Lüneburg Geschichte schreibt. Beide Teams haben monatelang auf diesen Moment hingearbeitet: Erfahrung gegen Schwung, Tradition gegen Aufbruch. Der Ausgang wird die Zukunft des deutschen Volleyballs prägen – entweder mit Berlins weiterer Dominanz oder der Krönung eines neuen Champions.
Das Spiel findet an diesem Wochenende statt – der Sieger holt sich die Meisterschaftstrophäe.






