05 June 2026, 18:35

Betrüger fordern Bußgelder von Balkon-Solaranlagen-Besitzern – so erkennen Sie die Fälschung

Strafe für Balkon-Kraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrüger fordern Bußgelder von Balkon-Solaranlagen-Besitzern – so erkennen Sie die Fälschung

Gefälschte Schreiben zielen auf Besitzer von Balkon-Solaranlagen – Behörden warnen vor Betrugsmasche

In ganz Deutschland werden derzeit betrügerische Schreiben an Besitzer von Balkon-Solaranlagen verschickt. Die gefälschten Benachrichtigungen, die vorgeben, von der Bundesnetzagentur zu stammen, fordern die Zahlung von Bußgeldern und drohen mit Strafen für nicht angemeldete Anlagen. Die Behörden haben nun eine Warnung herausgegeben, um weitere Betrugsversuche zu verhindern.

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In den gefälschten Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre kleinen Photovoltaik(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister registriert zu haben. Sie verlangen eine Zahlung von 41,60 Euro innerhalb von 14 Tagen und warnen vor einem „vollen Strafbetrag“ von 208 Euro, falls die Forderung ignoriert wird. Die Betrüger fordern die Besitzer zudem auf, ihre Anlagen umgehend anzumelden und einen jährlichen EEG-Bericht einzureichen.

Die Bundesnetzagentur hat bestätigt, dass es sich um Fälschungen handelt. In den Schreiben wird fälschlicherweise behauptet, die Behörde unterhalte eine Dienststelle in Sömmerda – diese existiert jedoch nicht. Die angegebenen Telefonnummern mit den Vorwahlen 0229 und 0223 (für Bonn) sind ebenfalls falsch. Zudem steht die E-Mail-Adresse [email protected] in keinem Zusammenhang mit der offiziellen Behörde.

Zwar können bei unterlassener Registrierung einer Balkon-Solaranlage tatsächlich Bußgelder drohen, doch betont die Bundesnetzagentur, dass es sich bei diesen Schreiben um eine Betrugsmasche handelt. Empfänger werden aufgefordert, die Zahlungsforderung zu ignorieren und den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen. Eine ordnungsgemäße Registrierung muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme der Anlage über das Marktstammdatenregister erfolgen.

Die Bundesnetzagentur stellt klar, dass über diese Schreiben keine Bußgelder verhängt werden. Besitzer von Balkon-Solaranlagen sollten offizielle Mitteilungen stets über die verifizierten Kanäle der Behörde prüfen. Durch Anzeigen bei der Polizei können die Hintermänner der betrügerischen Aktion ermittelt werden.

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