Betrüger zocken Senioren in Brandenburg mit perfiden Tricks ab
Zwei getrennte Betrugsmaschen zielen auf ältere Einwohner in Brandenburg ab – Opfer erleiden hohe finanzielle Verluste
In Kyritz wurde eine 79-jährige Frau von einem falschen Polizisten um ihr Erspartes gebracht, der vorgab, ihre Tochter benötige Geld für eine angebliche Freilassung. Gleichzeitig verlor ein 55-jähriger Mann aus Neuruppin einen vierstelligen Betrag, nachdem er einem Hochstapler seine Bankdaten preisgegeben hatte.
Die Frau aus Kyritz erhielt einen Anruf von einem Mann, der sich als Beamter ausgab. Der Betrüger behauptete, ihre Tochter sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und müsse gegen Kaution freigelassen werden. Unter Druck hob sie einen fünfstelligen Betrag ab und übergab das Geld, bevor ihr klar wurde, dass es sich um einen Schwindel handelte.
In Neuruppin kontaktierte ein Betrüger, der sich als Bankmitarbeiter ausgab, einen Mann und überredete ihn, seine Online-Banking-Zugangsdaten herauszugeben. Auf diese Weise stahl der Täter einen vierstelligen Betrag von seinem Konto. Das Opfer bemerkte den Diebstahl erst, als das Geld bereits abgebucht war.
Diese Vorfälle spiegeln einen bundesweiten Anstieg von Betrugsfällen wider. Die Verbraucherzentralen in Deutschland verzeichneten zwischen Januar und November 2025 über 20.000 Betrugsbeschwerden – ein Anstieg um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu Erpressungsanrufen und Identitätsdiebstahl für das Jahr 2023 vor, doch warnen die Behörden vor einer zunehmenden Gefahr durch Online- und Telefonbetrug.
Beide Opfer erlitten erhebliche finanzielle Verluste, bevor ihnen bewusst wurde, dass sie hereingelegt worden waren. Die Polizei rät weiterhin zur Vorsicht bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn Geld oder persönliche Daten gefordert werden. Die Ermittlungen zu den Vorfällen laufen noch.






