Bierkrise in Niedersachsen und Bremen: Absatz bricht weiter ein – Brauereien kämpfen ums Überleben
Noah JägerBierkrise in Niedersachsen und Bremen: Absatz bricht weiter ein – Brauereien kämpfen ums Überleben
Bierabsatz in Niedersachsen und Bremen bricht seit Jahren dramatisch ein
Die neuesten Zahlen zeigen einen stetigen Rückgang – sowohl beim Konsum als auch bei den Steuereinnahmen. Gleichzeitig schließen Brauereien zwar langsam, aber spürbar ihre Pforten. Der Negativtrend hält auch 2025 an und sorgt in der regionalen Branche für wachsende Sorgen.
Seit 2016 ist der Bierverbrauch in den beiden Bundesländern um 1,5 Millionen Hektoliter zurückgegangen – ein Minus von 17,7 Prozent. Auch 2025 sank der Absatz erneut: von 7,5 Millionen Hektolitern im Vorjahr auf 7,2 Millionen, was einem weiteren Rückgang um 4,2 Prozent entspricht.
Auch die Zahl der Brauereien hat sich verringert. Gab es 2016 noch 85 aktive Betriebe, sind es 2025 nur noch 81 – ein Rückgang um 4,7 Prozent. Diese Entwicklung schlägt sich deutlich in den Steuereinnahmen nieder.
Die Biersteuer brachte 2024 noch 43 Millionen Euro ein, 10,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Innerhalb der letzten acht Jahre sind die Einnahmen um 14,5 Millionen Euro eingebrochen, ein Verlust von 27,4 Prozent. Für 2025 wird mit einem weiteren Rückgang auf voraussichtlich 38,4 Millionen Euro gerechnet.
Die Bierbranche in Niedersachsen und Bremen steckt in einer anhaltenden Krise. Mit schrumpfender Betriebszahl, sinkenden Verkaufszahlen und rückläufigen Steuereinnahmen muss sich der Sektor an einen wandelnden Markt anpassen. Die aktuellen Daten bestätigen: Eine Trendwende ist vorerst nicht in Sicht.






