Brandenburg plant erste personalfreie Supermärkte für ländliche Regionen
Philipp HartmannBrandenburg plant erste personalfreie Supermärkte für ländliche Regionen
Die Landesregierung Brandenburgs unterstützt Pläne zur Zulassung vollautomatisierter, personalfreier Supermärkte im gesamten Bundesland. Mit den Änderungen soll das lokale Einkaufsangebot verbessert werden – insbesondere in ländlichen Regionen, wo traditionelle Geschäfte mit Schwierigkeiten kämpfen. Sozialminister René Wilke (SPD) begrüßte den Vorstoß und bezeichnete ihn als Schritt hin zu gerechteren Lebensbedingungen.
Die neuen Regelungen würden es Mini-Supermärkten ermöglichen, rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche zu öffnen. Bisher haben diese Läden von Montag bis Samstag geöffnet, an Sonn- und Feiertagen bleibt der Verkauf geschlossen. Nach der Reform könnten sie zusätzlich an sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr öffnen.
Ziel der Initiative sind vor allem ländliche Gemeinden mit eingeschränktem Zugang zu Lebensmitteln. Viele klassische Supermärkte in diesen Gebieten kämpfen ums Überleben, was die Auswahl für die Bewohner weiter verringert. Die Landesregierung hofft, dass automatisierte Läden diese Lücke schließen können.
Bevor die Änderungen in Kraft treten, muss der Landtag über den Entwurf beraten und ihn verabschieden. Bisher hat kein anderes Bundesland vergleichbare Gesetze für vollautomatisierte, personalfreie Supermärkte eingeführt.
Sollte der Entwurf angenommen werden, wäre Brandenburg das erste Bundesland, das diese "Smart Stores" reguliert. Die verlängerten Öffnungszeiten und zusätzlichen Verkaufstage könnten Bewohnern in unterversorgten Regionen zugutekommen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Landtag.






