Brandenburgs provokante Todesanzeige für *Marc Gebauer* spaltet das Netz
Noah JägerMinisterium warnt mit Todesanzeige gegen Silvesterfeuerwerk - Brandenburgs provokante Todesanzeige für *Marc Gebauer* spaltet das Netz
Brandenburgs Innenministerium sorgt mit einem auffälligen Instagram-Post für Aufsehen. In einem als Todesanzeige gestalteten Beitrag warnte die Behörde vor den Gefahren illegaler Silvesterfeuerwerke. Darin wurde der fiktive Tod eines Mannes namens Marc Gebauer bei einem Unfall mit selbstgebastelten Sprengkörpern bekanntgegeben.
Die ungewöhnliche Kampagne löste online eine Debatte aus. Während einige Nutzer den Beitrag als geschmacklos kritisierten, lobten andere den mutigen Versuch, auf die Risiken aufmerksam zu machen.
Der Post ähnelte einer klassischen Traueranzeige und beschrieb Marc Gebauer als Opfer eines Silvesterunfalls mit Feuerwerkskörpern. Die fiktive Geschichte sollte auf reale Gefahren hinweisen – mit Bezug auf einen tödlichen Unfall 2022 in Kremmen im Landkreis Oberhavel.
Die Behörden betonten, dass der Beitrag bewusst provokant gestaltet worden sei, um starke Reaktionen auszulösen. Man hoffe, dass die drastische Botschaft vom Einsatz illegaler oder selbstgebastelter Feuerwerkskörper abhalte. Gleichzeitig wurde versichert, dass weder ein realer Fotograf noch eine echte Person mit der Kampagne in Verbindung stehe. Die Reaktionen fielen gespalten aus: Einige Social-Media-Nutzer hielten den fiktiven Nachruf für unangemessen, andere verteidigten die Strategie des Ministeriums mit dem Argument, dass eine dramatische Warnung Leben retten könne.
Das Ministerium steht weiterhin hinter der provokanten Umsetzung. Es unterstrich die Bedeutung von Feuerwerkssicherheit und verwies auf vergangene Tragödien als Begründung. Der Beitrag ist Teil einer größeren Initiative, um Unfälle an Silvester zu verringern.