26 March 2026, 16:10

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel

Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Im Haushalt 2025 wurden 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen, was die ohnehin angespannte Lage an den Schulen des Landes weiter verschärft. Bildungsminister Gordon Hoffmann räumte ein, dass selbst die grundlegenden Pflichtstunden im kommenden Jahr möglicherweise nicht vollständig abgedeckt werden können.

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Die Krise begann bereits vor den jüngsten Kürzungen. Seit dem zweiten Halbjahr des aktuellen Schuljahres arbeiten Lehrkräfte in Brandenburg bereits eine zusätzliche Stunde pro Woche. Trotz eines leichten Zuzugs von Pädagoginnen und Pädagogen in den vergangenen Jahren gelingt es dem Land nicht, die Lücken zu schließen – besonders in Fächern wie Informatik.

Hoffmann hat Reformen angekündigt, um die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler zu verbessern. Doch mit weniger Lehrkräften und mehr Schülerinnen und Schülern als je zuvor steht das Schulsystem unter wachsendem Druck. Offizielle Zahlen nennen keine genaue Anzahl der fehlenden Lehrkräfte, doch die Lage wird als die schwerwiegendste seit Beginn der Aufzeichnungen beschrieben.

Brandenburg ist mit diesem Problem nicht allein. Auch andere Bundesländer wie Sachsen und Berlin melden einen Mangel an Lehrpersonal. Doch die Kombination aus steigenden Schülerzahlen und drastischen Haushaltskürzungen stellt Brandenburg vor eine besonders schwierige Situation für das kommende Schuljahr.

Durch die Stellenstreichungen und den Personalmangel könnten Schulen ihre vorgeschriebenen Unterrichtsstunden nicht mehr erfüllen. Hoffmanns Reformen müssen nun sowohl fachliche Defizite als auch den schwindenden Lehrkörper in den Griff bekommen. Da keine schnelle Lösung in Sicht ist, wird sich die Krise voraussichtlich auch im nächsten Schuljahr fortsetzen.

Quelle