Braunschweig plant bis 2040 die klimaneutrale Wärmewende mit 18 konkreten Maßnahmen
Finn WagnerBraunschweig plant bis 2040 die klimaneutrale Wärmewende mit 18 konkreten Maßnahmen
Braunschweig hat einen wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung gemacht: Die Stadt hat einen Entwurf für ihre kommunale Wärmeplanung (KWP) verabschiedet. Ziel ist es, die gesamte Wärmeversorgung bis 2040 komplett treibhausgasneutral zu gestalten. Nun liegt der Fokus der Verantwortlichen auf energetischen Sanierungen und dem Ausbau erneuerbarer Heizlösungen in den Stadtteilen.
Der Ausschuss für Umwelt und Grünflächen hat kürzlich den KWP gebilligt, der 18 konkrete Maßnahmen vorsieht. Dazu gehören die Steigerung der Energieeffizienz, die Beschleunigung der lokalen Wärmeerzeugung sowie die Einrichtung eines Wärmebeirats, der soziale Auswirkungen berücksichtigt. Der Beirat soll sicherstellen, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger während des Umstiegs gehört werden.
Braunschweig verfügt bereits über ein ausreichendes Potenzial an erneuerbaren Energien, um den zukünftigen Wärmebedarf vollständig zu decken. Eine zentrale Rolle werden dabei Wärmepumpen spielen, ergänzt durch ein ausgebautes Fernwärmenetz. Allerdings setzt die Stadt nicht ausschließlich auf Fernwärme – auch individuelle klimaneutrale Lösungen sollen gefördert werden.
In ausgewählten Pilotgebieten wird die Machbarkeit des Fernwärmeausbaus getestet. Die Ergebnisse aus diesen Zonen werden bis Juni 2028 erwartet. Der KWP enthält zudem detaillierte Profile für 177 Teilgebiete, die aufzeigen, ob sich diese für Fernwärme eignen oder besser mit lokalen erneuerbaren Energien versorgt werden sollten.
Um die Veränderungen voranzutreiben, arbeitet die Stadt eng mit lokalen Unternehmen und Handwerksbetrieben über ihr Klimaschutz-Netzwerk zusammen. Diese Kooperation soll einen reibungslosen und praxisnahen Übergang zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung gewährleisten.
Der beschlossene Plan setzt Braunschweig auf Kurs für eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte. Durch die Kombination von Fernwärme, Wärmepumpen und lokalen erneuerbaren Energien erwartet die Stadt, die Nachfrage ohne fossile Brennstoffe decken zu können. In der nächsten Phase geht es darum, die Strategien auf Basis der Ergebnisse aus den Pilotgebieten und des Bürgerfeedbacks weiterzuentwickeln.






