Bremen kämpft um seine Lebensader: Flugverbindung nach Frankfurt in Gefahr
Finn WagnerBremen kämpft um seine Lebensader: Flugverbindung nach Frankfurt in Gefahr
Gemeinsamer Appell zur Rettung der Flugverbindung Bremen–Frankfurt stößt auf breite Unterstützung
Ein gemeinsamer Aufruf zum Erhalt der Flugstrecke zwischen Bremen und Frankfurt hat in den vergangenen zwei Wochen starke Zustimmung erhalten. Die Initiative fordert die Sicherung dieser lebenswichtigen Anbindung an den Frankfurter Drehkreuzflughafen. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Schlüsselbranchen der Region sind auf diese Verbindung angewiesen, um international erreichbar zu bleiben.
Bisher haben sich 31 Kammern, Wirtschaftsverbände und Institutionen sowie 370 Unternehmen der Kampagne angeschlossen. Gemeinsam rufen sie die Lufthansa und die Politik auf, die Zukunft der Strecke zu sichern. Die Handelskammer Bremen und die Industrie- und Handelskammer Oldenburg haben sich direkt an Lufthansa-Chef Carsten Spohr gewandt, um die Bedeutung der Verbindung zu unterstreichen.
Bremen, das exportabhängigste Bundesland Deutschlands, ist auf effiziente internationale Reiseverbindungen angewiesen. Alternativen wie Bahnfahrten oder Flüge über Zürich oder Wien können die Häufigkeit und Schnelligkeit der Frankfurt-Verbindung nicht ersetzen. Mittlerweile haben Gespräche zwischen Bremen und der Lufthansa begonnen; eine Arbeitsgruppe soll nun Lösungen erarbeiten.
Die Unterstützer warnen, dass ein Wegfall der Strecke der regionalen Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit schaden würde. Gleichzeitig fordern sie die Bundespolitik auf, die Rahmenbedingungen für den Luftverkehr zu verbessern – darunter die Abschaffung der Luftverkehrsteuer.
Der Appell betont die zentrale Rolle der Strecke für Bremens globale Vernetzung. Eine nachhaltige Lösung gilt als entscheidend für die wirtschaftliche Stärke der Region. Ob die Verbindung langfristig erhalten bleibt, hängt nun von den Bemühungen der Arbeitsgruppe ab.






