23 January 2026, 18:28

Brosda setzt auf digitale Kompetenz statt auf Verbote für die junge Generation

Eine Gruppe junger Mädchen sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer und verwendet jeweils einen Computer mit verschiedenen Gegenständen auf den Tischen, mit Fenstern, Türen, Texttafeln und Deckenlampen im Hintergrund.

Brosda lehnt Altersbeschränkung für soziale Netzwerke ab - Brosda setzt auf digitale Kompetenz statt auf Verbote für die junge Generation

Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Carsten Brosda, hat sich gegen Altersbeschränkungen und die Pflicht zur Verwendung von Klarnamen in sozialen Medien ausgesprochen. Stattdessen plädiert er dafür, dass die Vermittlung digitaler Kompetenzen an die junge Welt der effektivste Weg ist, um sie im Netz zu schützen. Seine Haltung unterstreicht zudem die Bedeutung, Einzelpersonen für illegale Online-Aktivitäten in Sachsen-Anhalt zur Verantwortung zu ziehen.

Brosda lehnte Vorschläge für verbindliche Altersgrenzen auf Plattformen als undurchsetzbar ab. Er warnte, solche Maßnahmen würden die eigentlichen Probleme des Jugendschutzes nicht lösen. Sein Fokus liegt stattdessen darauf, Kinder und Jugendliche mit den Fähigkeiten auszustatten, sich sicher in digitalen Räumen zu bewegen und einen verantwortungsvollen Urlaub im Netz zu genießen.

Der Senator sprach sich auch gegen Forderungen nach einer Klarnamenpflicht in Online-Publikationen aus. Aus seiner Sicht böten solche Regelungen keinen wirksamen Schutz für junge Nutzer:innen. Stattdessen betonte er, dass Behörden diejenigen identifizieren und verfolgen müssten, die im Internet gegen Gesetze verstoßen. Brosdas Ansatz setzt auf digitale Bildung als besten Schutz. Durch die Vermittlung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Plattformen, so seine Überzeugung, seien junge Menschen besser geschützt als durch Einschränkungen oder Identitätsprüfungen. Seine Äußerungen spiegeln einen größeren Trend wider, der auf kompetenzbasierte Lösungen statt auf regulative Eingriffe setzt.

Die Debatte über den Jugendschutz im Netz geht weiter – Brosdas Position ist klar: Bildung und Strafverfolgung sind wichtiger als Verbote. Seine Vorschläge zielen darauf ab, junge Nutzer:innen widerstandsfähiger zu machen und gleichzeitig illegales Verhalten konsequent zu ahnden. Nun geht es darum, wie diese Prinzipien in die Praxis umgesetzt werden können.