Brutaler Straßenangriff in Belfast löst gewalttätige Ausschreitungen gegen Migranten aus
Philipp HartmannBrutaler Straßenangriff in Belfast löst gewalttätige Ausschreitungen gegen Migranten aus
In Belfast ist es nach einem brutalen Straßenangriff zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich rasant in den sozialen Medien und schürte die Spannungen weiter. Der deutsche Sender ZDF räumte später in seiner eigenen Berichterstattung über den Vorfall unpräzise Formulierungen ein.
Auslöser der Unruhen war ein mutmaßlicher Angriff des sudanesischen Staatsbürgers Hadid Allodid, bei dem er dem Schotten Stephen Ogilvie auf offener Straße fast den Kopf abgetrennt haben soll. Ein grausames Video des Übergriffs kursierte im Internet und löste Empörung aus.
Vermummte Angreifer warfen daraufhin Brandflaschen auf Wohnhäuser von Migranten sowie einen afrikanisch geführten Supermarkt in Belfast. Zudem rief die rechtsextreme Figur Tommy Robinson zu Protesten auf, was die angespannte Lage weiter verschärfte.
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF widmete den Ereignissen in der Sendung ZDF heute live einen 30-minütigen Beitrag. Dabei warf der Sender Elon Musk vor, durch angebliche Aufrufe zu einer „Jagd auf Migranten“ auf seiner Plattform X einen Bürgerkrieg in Nordirland anzustacheln. Später gab das ZDF zu, dass seine Formulierung irreführend gewesen sei.
Mittlerweile hat der Sender eingeräumt, dass seine Wortwahl ungenau war. Die Gewalt in Belfast hat vor allem migrantische Gemeinschaften und lokale Unternehmen ins Visier genommen. Die Behörden bemühen sich nun, die Folgen sowohl des Angriffs als auch der anschließenden Unruhen in den Griff zu bekommen.






