30 June 2026, 04:05

Bundesinnenministerium verbietet islamistische Gruppe Muslim Interaktiv nach jahrelanger Debatte

Altes AfD-Video über die CDU und 'Muslim Interaktiv' geht erneut viral

Bundesinnenministerium verbietet islamistische Gruppe Muslim Interaktiv nach jahrelanger Debatte

Bundesinnenministerium verbietet Gruppe Muslim Interaktiv im November 2025

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Im frühen November 2025 hat das deutsche Bundesinnenministerium die Gruppe Muslim Interaktiv verboten. Die Entscheidung folgt auf eine Reihe politischer und rechtlicher Diskussionen über deren Einstufung als extremistisch. Bereits im Mai 2024 hatte der Hamburger Verfassungsschutz die Organisation als „gesichert extremistisch“ eingestuft.

Erstmals beantragte die AfD-Bundestagsfraktion ein Verbot von Muslim Interaktiv im Mai 2024. Der Gruppe wurde vorgeworfen, islamistische Ansichten und Aktivitäten in sozialen Medien zu verbreiten. Ihr erklärtes Ziel war es, den Islam als einziges gesellschaftliches Modell zu etablieren und jeden staatlichen Einfluss abzulehnen.

Am 13. Juni 2024 lehnte der Bundestag den AfD-Antrag ab – noch am selben Tag, an dem ein mit der Gruppe in Verbindung stehendes Video von einer Person namens Baumann auf Facebook veröffentlicht wurde. Trotz der Ablehnung blieben Bedenken gegenüber der Organisation bestehen, nicht zuletzt wegen ihrer ideologischen Nähe zu Hizb ut-Tahrir. Diese sektenähnliche Gruppe, die für ein Kalifat unter der Scharia wirbt, ist in Deutschland seit 2003 verboten.

Der Hamburger Verfassungsschutz hatte Muslim Interaktiv bereits Monate zuvor als extremistisch eingestuft – eine Bewertung, die vermutlich die spätere Verbotsentscheidung stärkte. Das Verbot beendet eine langwierige Debatte über die Aktivitäten der Gruppe. Muslim Interaktiv ist nun offiziell in Deutschland verboten. Die Entscheidung des Bundesinnenministeriums unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Organisationen einzudämmen, die als Gefahr für die verfassungsmäßige Ordnung gelten.

Quelle