Bundesnetzagentur leitet Zwangsverfahren gegen säumige Smart-Meter-Firmen ein
Leni SchulzBundesnetzagentur leitet Zwangsverfahren gegen säumige Smart-Meter-Firmen ein
Deutschland treibt Smart-Meter-Einführung voran – doch viele Unternehmen hinken hinterher
Nach gesetzlicher Vorgabe hätten bis Ende 2025 mindestens 20 Prozent aller Messstellen mit intelligenten Zählern ausgerüstet sein müssen. Die Bundesnetzagentur hat nun Konsequenzen gegen säumige Unternehmen eingeleitet.
Die Behörde hat 77 Zwangsverfahren gegen Firmen eingeleitet, die die 20-Prozent-Marke verfehlt haben. Diese sind laut Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) verpflichtet, ihre Systeme umzurüsten. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betonte, dass intelligente Messsysteme eine zentrale Rolle bei der Modernisierung des Stromnetzes spielen.
Gegen Unternehmen, die ihre Pflichten nicht erfüllen, werden Bußgelder verhängt – gestaffelt nach deren finanzieller Lage. Vor dem Einsatz von Zwangsmitteln prüft die Behörde zudem die individuellen Umstände. Weitere Kontrollen sind auch für kleine und mittlere Betriebe geplant, die die Vorgaben nicht einhalten.
Das langfristige Ziel bleibt ehrgeizig: Bis Ende 2032 müssen 90 Prozent der verpflichtenden Installationen abgeschlossen sein. Die Bundesnetzagentur wird die Fortschritte in den kommenden Jahren weiter überwachen, um die Einhaltung sicherzustellen.
Unternehmen drohen nun finanzielle Sanktionen, sofern sie die Einführung intelligenter Zähler nicht beschleunigen. Mit den Durchsetzungsmaßnahmen will die Bundesnetzagentur den Rollout im Plan halten. Weitere Prüfungen sollen sicherstellen, dass auch kleinere Betriebe künftig ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen.






