Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker – Lösung gegen Fachkräftemangel in Sicht
Philipp HartmannBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker – Lösung gegen Fachkräftemangel in Sicht
Deutschland hat einen wichtigen Schritt unternommen, um den Mangel an Apothekern zu bekämpfen. Der Bundestag hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Abschlüsse beschleunigen soll. Damit wird es Fachkräften aus Ländern außerhalb der EU erleichtert, in deutschen Apotheken zu arbeiten.
Die neue Regelung schafft langwierige bürokratische Prüfungen für Apotheker mit Abschlüssen aus Nicht-EU-Staaten ab. Statt einer Gleichwertigkeitsprüfung der Unterlagen müssen sie künftig eine direkte Kompetenzprüfung bestehen. Diese Änderung gilt für Absolventen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums.
Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt die Entscheidung. Ihr Präsident, Dr. Armin Hoffmann, warnte, dass Apotheken in den kommenden Jahren mit einem Personalmangel von mehreren tausend Fachkräften konfrontiert sein könnten. Das Gesetz sieht zudem Anpassungen der Approbationsordnung für Apotheker vor, um sie an die jüngsten Erweiterungen der apothekerlichen Dienstleistungen anzupassen.
Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss noch der Bundesrat zustimmen. Dies könnte bereits im Mai geschehen, wobei die neuen Regeln voraussichtlich ab dem 1. November 2026 gelten sollen.
Das Gesetz vereinfacht das Verfahren für im Ausland ausgebildete Apotheker, um in den deutschen Arbeitsmarkt einzusteigen. Statt aufwendiger Papierkram-Prüfungen werden künftig praktische Fähigkeitstests durchgeführt. Sobald die Änderungen greifen, sollen sie dazu beitragen, den Personalmangel in Apotheken im ganzen Land zu lindern.






