Bundeswehr plant riskanten Einsatz in der Straße von Hormus mit Minenjägern und Elitetauchern
Noah JägerBundeswehr plant riskanten Einsatz in der Straße von Hormus mit Minenjägern und Elitetauchern
Deutschland erwägt einen Militäreinsatz in der Straße von Hormus im Rahmen einer internationalen Mission. Dabei sollen Marineeinheiten umverlegt werden, darunter Minenjäger und Elitetaucher. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat zudem das langfristige Ziel ausgegeben, das stärkste konventionelle Heer Europas aufzubauen.
Die deutsche Marine verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Räumung von nicht explodierter Munition, insbesondere in Nord- und Ostsee. Ihre für weltweite Einsätze konzipierten Minenjäger können bis zu 44 Personen an Bord nehmen. Allerdings sind derzeit nur etwa drei der zehn Minenabwehrfahrzeuge der Marine einsatzbereit.
Sollte der Einsatz genehmigt werden, wäre ein Mandat des Bundestags sowie eine Feuerpause in der Region erforderlich. Deutschland würde dann einen Minenjäger aus einer laufenden NATO-Operation abziehen und ein Versorgungsschiff von einem anderen Auftrag umleiten. Zudem könnte die Eliteeinheit der Minentaucher der Marine in den Nahen Osten verlegt werden.
Die Straße von Hormus und der Nordatlantik gelten als zentrale mögliche Einsatzgebiete für die Bundeswehr. Pistorius' weitergehendes Ziel ist es, die militärischen Fähigkeiten Deutschlands so zu stärken, dass das Land in der konventionellen Kriegsführung in Europa eine Führungsrolle übernehmen kann.
Eine Entscheidung über den Einsatz in der Straße von Hormus hinge von der parlamentarischen Zustimmung und einer Waffenruhe ab. Die Operation würde Ressourcen aus bestehenden Verpflichtungen abziehen, darunter auch NATO-Aufträge. Die Expertise der Marine bei der Minenräumung und ihre spezialisierten Einheiten würden im Falle einer Entsendung eine zentrale Rolle spielen.






