CDU-Chef Heuer lehnt Zusammenarbeit mit AfD-Spitzenkandidaten Siegmund ab
Leni SchulzCDU-Chef Heuer lehnt Zusammenarbeit mit AfD-Spitzenkandidaten Siegmund ab
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat eine Zusammenarbeit mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Ulrich Siegmund, zurückgewiesen. Er bezeichnete die öffentliche Reaktion auf einen Vorfall bei einer Wahlveranstaltung als Ablenkung von den zentralen politischen Debatten. Der CDU-Politiker betonte, dass der Fokus auf Themen wie Deregulierung und Fachkräftemangel liegen solle.
Ein Foto und ein Video der Wahlveranstaltung zeigen, wie Heuer nach Siegmunds Mikrofon greift. Er räumte ein, dass diese Geste missverstanden werden könne, bestritt jedoch, dass es sich um eine gezielte Kooperation gehandelt habe. Die Aufnahmen vermittelten seiner Ansicht nach einen „vollständig falschen Eindruck“ des Gesprächs zwischen den beiden.
Heuer bezeichnete eine Zusammenarbeit mit der AfD als „Dilemma“. Die Partei gelte zwar als rechtsextrem, sei aber demokratisch in den Landtag gewählt. Er argumentierte, dass die Herkunft einer Mehrheit die Richtigkeit einer politischen Entscheidung nicht beeinflusse – solange der Inhalt stimme.
Gleichzeitig betonte er, dass die CDU die AfD inhaltlich bekämpfen müsse, dabei aber die parlamentarischen Spielregeln einhalten werde. Zudem stehe es allen Fraktionen im Landtag frei, die Positionen der CDU zu unterstützen, wenn sie dies wollten.
Der Vorfall lenke von drängenden politischen Fragen ab, so Heuer. Seine Partei werde die AfD weiterhin mit demokratischen Mitteln herausfordern. Die Diskussion über die Auseinandersetzung bei der Veranstaltung bleibt vorerst ungeklärt.






