25 April 2026, 10:08

CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein bricht nach Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson ihr Schweigen

Plakat von der 1900 Berliner Secession mit einer Frau in rotem Kleid, die ein Objekt hält, mit Text zu den Veranstaltungsdetails.

CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein bricht nach Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson ihr Schweigen

Berlins CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein äußert sich nach Rücktritt von Kulturstaatssekretärin Sarah Wedl-Wilson

Nach dem Rücktritt der Kulturstaatssekretärin Sarah Wedl-Wilson hat sich Berlins CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein zu Wort gemeldet. Der Schritt erfolgte, nachdem ein städtischer Rechnungshofbericht offenlegte, dass Millionen aus dem Fonds zur Bekämpfung von Antisemitismus fehlerhaft verteilt worden waren. Klein nahm Stellung zu den Folgen des Skandals, verteidigte Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und warf politischen Gegnern vor, die Situation für eigene Zwecke auszunutzen.

Auslöser der Kontroverse war der Befund des Berliner Rechnungshofs, wonach Gelder für Antisemitismus-Projekte rechtswidrig vergeben worden seien. Am Freitag trat Kulturstaatssekretärin Sarah Wedl-Wilson von ihrem Amt zurück und übernahm damit die Verantwortung für die Versäumnisse. Klein zeigte sich "zutiefst respektvoll" gegenüber Wedl-Wilsons Entscheidung und bezeichnete diese als einen "grundsätzlichen und mutigen Schritt".

Gleichzeitig wies Klein Vorwürfe zurück, Bürgermeister Wegner trage eine Mitschuld an dem Skandal. Solche Behauptungen nannte sie "haltlos" und warf Oppositionsvertretern vor, das Thema für politische Profilierung zu instrumentalisieren. Besonders kritisierte sie den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach, dessen Kritik sie als "völlig durchsichtiges Manöver" und "Wahlkampfgeklapper" abtat.

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Auf die Frage nach möglichen Spannungen mit dem regierenden SPD-Koalitionspartner reagierte Klein gelassen. Krach, der 2021 aus der Berliner Regierung ausgeschieden sei, "spricht weder für die Koalition noch hat er heute eine Funktion in der Landespolitik", betonte sie. Stattdessen mahnte sie, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: sicherzustellen, dass die Mittel zur Antisemitismus-Prävention "dort ankommen, wo sie gebraucht werden – in der Gesellschaft".

Wedl-Wilsons Rücktritt wirft Fragen nach der finanziellen Kontrolle in der Berliner Regierung auf. Kleins Verteidigung Wegners und ihr Appell, die Antisemitismus-Initiativen wieder in den Fokus zu rücken, deuten darauf hin, dass die CDU den Skandal hinter sich lassen will. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, die verbleibenden Gelder korrekt zu verteilen und das Vertrauen in ihre Förderverfahren wiederherzustellen.

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