30 March 2026, 06:09

CDU Solingen fordert Konsequenzen: Jedes sechste Kind von Mobbing betroffen

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, mit einem Mädchen, das in ein Mikrofon spricht, dahinter eine Umzäunung mit einem Dach und Ballons.

CDU Solingen fordert Konsequenzen: Jedes sechste Kind von Mobbing betroffen

Mobbing unter Schulkindern bleibt ein drängendes Problem in ganz Deutschland – aktuelle Daten unterstreichen das Ausmaß der Gewalt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Techniker Krankenkasse zeigt, dass etwa jedes sechste Kind bundesweit von Mobbing betroffen ist. Nun fordert die Solinger CDU eine genauere Untersuchung der lokalen Präventionsmaßnahmen sowie der Auswirkungen digitaler Schikane in Schulen und Kitas.

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Mit ihrer Anfrage will die CDU ermitteln, wie verbreitet Mobbing in Solinger Schulen und Kindertageseinrichtungen tatsächlich ist. Hochgerechnet auf die nationalen Zahlen könnten allein in der Stadt rund 2.800 Schülerinnen und Schüler betroffen sein. Zudem soll geprüft werden, ob die aktuelle Personalausstattung und die bestehenden Präventionsprogramme ausreichen, um das Problem wirksam zu bekämpfen.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Cybermobbing, das vor allem in Klassenchatgruppen zunehmend zur Bedrohung wird. Zwar gibt es für Solingen keine spezifischen Daten, doch bundesweite Erhebungen zeigen, dass 16,7 Prozent der 8- bis 21-Jährigen bereits Erfahrungen mit digitaler Schikane gemacht haben. Hinzu kommt, dass ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen angibt, mindestens einmal im Monat gemobbt zu werden.

Die PISA-Studie 2022 bestätigt das Problem: 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland sind mehrmals monatlich von Mobbing betroffen. Die Fragen der CDU werden nun in zwei zentralen Ausschüssen behandelt und rücken das Thema damit auf die politische Agenda Solingens. Im Fokus stehen dabei die langfristige Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen sowie die Frage, ob betroffene Kinder mehr Unterstützung benötigen.

Die Anfrage soll klären, wie hoch die Mobbingrate in Solingen tatsächlich ist und welche Ressourcen zur Bekämpfung zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse könnten zu stärkeren Präventionsstrategien führen – insbesondere im Umgang mit digitaler Gewalt. Der Vorstoß der CDU zeigt, dass der Handlungsbedarf in Schulen und Kitas zunehmend erkannt wird.

Quelle