Chinas Autooffensive: Warum Deutsche trotz BYD und MG noch zögern
Deutsche Autokäufer bleiben trotz wachsender Präsenz chinesischer Marken skeptisch
Eine neue Umfrage zeigt: Die meisten setzen weiterhin auf traditionelle Hersteller – Bedenken bei Qualität und Datenschutz prägen die Meinung. Doch langsam steigen Bekanntheit und Kaufbereitschaft für Fahrzeuge aus China.
Laut DAT-Report 2026 bevorzugen 62 Prozent aller Autobesitzer und 77 Prozent der privaten Neuwagenkäufer etablierte Marken. Nur 5 Prozent der Neuwageninteressenten würden derzeit ein BYD Auto in Betracht ziehen – allerdings sind mittlerweile 29 Prozent der Autohalter (ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr) offen für die Idee.
Zweifel an Qualität und Zuverlässigkeit halten sich hartnäckig: 51 Prozent der Autobesitzer und 74 Prozent der Neuwagenkäufer stehen BYD Autos kritisch gegenüber. Datenschutz ist ein weiteres großes Thema – 38 Prozent der Halter und 52 Prozent der Neukäufer äußern hier Bedenken. Gleichzeitig erinnern sich nur 36 Prozent der Befragten an Werbung oder Medienberichte über chinesische Marken, und lediglich 40 Prozent sind ihnen auf deutschen Straßen aufgefallen.
2025 führte keine chinesische Marke unter den neuen Herstellern in Deutschland weder bei Marktanteilen noch beim Absatz. Zwar schnitt MG im Abo-Bereich gut ab – der MG3 erreichte 2,8 Prozent, der MG HS landete in den Top 10 –, doch weder BYD noch MG konnten trotz ausgebauter Händlernetze Spitzenplatzierungen erobern.
Ein Drittel der Autobesitzer und fast die Hälfte der Neuwagenkäufer erwarten, dass viele chinesische Marken innerhalb von fünf Jahren wieder vom Markt verschwinden. Trotz aller Skepsis verändert sich die Wahrnehmung, da immer mehr Fahrer diese Fahrzeuge wahrnehmen. Langfristig wird es darauf ankommen, ob die Hersteller Qualitäts- und Datenschutzbedenken ausräumen und gleichzeitig ihre Sichtbarkeit erhöhen können.






