David Haye verklagt ITV nach Dschungelcamp-Eklat um Rufschädigung
Philipp HartmannDavid Haye verklagt ITV nach Dschungelcamp-Eklat um Rufschädigung
Der ehemalige Schwergewichtsweltmeister David Haye bereitet laut Berichten eine Klage gegen ITV wegen seines Auftritts in Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Südafrika vor. Der Boxer wirft dem Sender vor, seinem Ruf "unwiederbringlichen Schaden" zugefügt zu haben, nachdem er in der Serie als "Bösewicht aus dem Märchen" dargestellt worden sei. Die Kanzlei Gatehouse Chambers vertritt ihn in dem Fall.
Hayes Zeit im Dschungelcamp löste eine Welle der Empörung aus. Zuschauer bezeichneten ihn als "Frauenfeind" und "jämmerlich", nachdem er seine Freundin Sian Osborne als jemanden mit "dem Charakter eines richtig hässlichen Vogels" beschrieben hatte. Die Äußerung, die während Lagergesprächen fiel, zog Kritik sowohl von Mitbewerbern als auch vom Publikum zu Hause nach sich.
Weitere Kontroversen entstanden, als Haye mit seinem Camp-Kollegen Adam Thomas aneinandergeriet. Er warf Thomas vor, sich als "Opfer" zu inszenieren und Krankheiten während der "Bushtucker-Trials" zu übertreiben. Der Streit eskalierte zu einer hitzigen Auseinandersetzung mit Jimmy Bullard, die später in der finalen Folge thematisiert wurde.
Haye behauptet inzwischen, ITV habe ihn durch gezielte Schnitte bewusst in ein negatives Licht gerückt. Zudem gab er zu, dass seine umstrittenen Aussagen darauf zurückzuführen seien, dass er keine KI nutzen konnte, um zu prüfen, ob seine Wortwahl angemessen war. Die Folgen des Eklats hätten seine Karriere schwer beeinträchtigt – unter anderem platzte ein Deal für eine Netflix-Show, und Markenkooperationen wurden auf Eis gelegt.
Die rechtlichen Schritte folgen auf Wochen öffentlicher Kritik und beruflicher Rückschläge für Haye. Sollte die Klage vor Gericht gehen, könnte sie Präzedenzfall dafür werden, wie Reality-TV-Teilnehmer gegen ihre Darstellung im Fernsehen vorgehen. ITV hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.






