Defekter Notausgang blockiert Training von 300 Kölner Sportlern seit Wochen
Leni SchulzDefekter Notausgang blockiert Training von 300 Kölner Sportlern seit Wochen
Defekter Notausgangsverschluss stört Training von 300 Sportlern des Kölner Turnvereins Poll 1904
Ein defekter Notausgangsverschluss hat den Trainingsbetrieb für rund 300 Mitglieder des Kölner Turnvereins Poll 1904 lahmgelegt. Das Problem in der Sporthalle der GGS Poller Hauptstraße verhindert seit über drei Wochen den Zugang für die Athletinnen und Athleten. Die Stadt Köln hat nun eingegriffen, um eine Lösung zu finden – doch die vollständige Behebung des Schadens wird länger dauern als zunächst angenommen.
Auslöser war ein defektes Panic-Exit-System an einer Notausgangstür. Als vorübergehende Maßnahme brachte die Stadt ein einfaches Schloss an, das das Öffnen und Schließen der Tür ermöglicht. Der Vorstand des Turnvereins kritisierte diese Lösung jedoch als unsicher, da sie im Ernstfall keine schnelle Evakuierung gewährleiste.
Eine Prüfung ergab, dass sich das ursprüngliche Schloss nicht reparieren lässt und komplett ausgetauscht werden muss. Ein neues Panic-Exit-System wurde bestellt, doch Lieferengpässe verzögerten die Anlieferung. Das Ersatzteil soll nun in dieser Woche eintreffen, die Montage ist unmittelbar danach vorgesehen.
Wie die Vereinsvorsitzende Ute Ahn erläuterte, komme es aus Sicherheits- und Schutzgründen nicht infrage, die Tür während des Trainings offen zu lassen. Die Sporthalle, die auch von der GGS Poller Hauptstraße, dem Kölner Turnkreis und Jugendgruppen genutzt wird, dient dem Verein seit 1975 als Trainingsstätte.
Sobald das neue Schloss eingebaut ist, wird der uneingeschränkte Zugang zur Halle wiederhergestellt. Bis dahin bleibt die provisorische Lösung bestehen – auch wenn Bedenken hinsichtlich der Notfallevakuierung fortbestehen. Stadt und Verein arbeiten daran, den Trainingsbetrieb so schnell wie möglich wiederaufnehmen zu können.






