25 June 2026, 20:05

Deutsche Bahn kämpft mit Pannen, Führungswechsel und Stuttgart-21-Pleite

Von Störungen bis zur Unternehmensumstrukturierung - harte Tage für die Bahn

Deutsche Bahn kämpft mit Pannen, Führungswechsel und Stuttgart-21-Pleite

Die Deutsche Bahn steht vor großen Herausforderungen auf mehreren Ebenen. Während der Aufsichtsrat über eine tiefgreifende Umstrukturierung des Unternehmens berät, verschärfen aktuelle Betriebsstörungen und Führungswechsel den Druck.

Ein plötzlicher Ausfall des deutschen Bahnfunks brachte am Dienstagabend den gesamten Schienenverkehr zum Erliegen. Tausende Reisende saßen bundesweit fest.

Auch das Projekt Stuttgart 21 erleidet eine weitere Verzögerung: Der neue Eisenbahnknoten soll nun erst Ende 2031 in Betrieb gehen – fünf Jahre später als ursprünglich geplant. Als Hauptgründe nannten Verantwortliche die komplexe Digitalisierung und unausgereifte Planungsprozesse.

Gleichzeitig gibt es Veränderungen in der Führungsetage: Michael Obrowski, bisher Manager bei Volkswagen, übernimmt als neuer Finanzvorstand der Deutschen Bahn. Er löst Karin Dohm ab, die das Amt nach nur vier Monaten verließ. Vorstandschefin Evelyn Palla sieht sich nun mit einem anspruchsvollen Arbeitsprogramm konfrontiert, um die weitverbreitete Kritik an der Unternehmensleistung zu bewältigen.

Zudem wächst die Konkurrenz: Der italienische Betreiber Italo plant 2028 den Einstieg in den deutschen Fernverkehr. Das Unternehmen will 30 Hochgeschwindigkeitszüge auf rentablen Strecken einsetzen – was die Fähigkeit der Deutschen Bahn beeinträchtigen könnte, weniger lukrative Verbindungen zu finanzieren.

Der Aufsichtsrat erwägt nun eine radikale Neuaufstellung des Konzerns. Geplant sind unter anderem eine Straffung der Zentrale und der Abbau von Führungspositionen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Effizienz angesichts steigender betrieblicher und finanzieller Belastungen zu erhöhen.

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