Deutsche Bahn plant zweistufige Sanierung der Strecke München–Rosenheim bis 2031
Finn WagnerDeutsche Bahn plant zweistufige Sanierung der Strecke München–Rosenheim bis 2031
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für die Sanierung der Bahnstrecke München–Rosenheim, einer der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer einzigen langen Vollsperre sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten erfolgen. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Güterverkehrsunternehmen an der ursprünglichen Planung.
Die erste Bauphase beginnt Mitte Februar 2028 und dauert bis Mitte April desselben Jahres. In dieser Zeit werden veraltete Stellwerke ausgetauscht sowie Gleise und Weichen modernisiert.
Die zweite Phase ist für die erste Jahreshälfte 2031 vorgesehen. Dabei sollen Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe erneuert werden. Zudem wird die Strecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet.
Der Verband der Güterverkehrsunternehmen hat jedoch Bedenken gegen den neuen Zeitplan geäußert. Geschäftsführer Peter Westenberger argumentiert, dass sich die Gesamtzeit der Sperrungen nun über die ursprünglich geplanten 22 Wochen hinaus verlängere. Er schlägt alternative Lösungen vor, etwa eingleisige Baustellen und frühere Verbesserungen an Ausweichrouten.
Die Strecke München–Rosenheim ist eine zentrale Verbindung für den Personen- und Güterverkehr. Zudem spielt sie eine Schlüsselrolle für das künftige Brenner-Basistunnel-Projekt, das Deutschland über Österreich mit Italien verbinden soll.
Mit der neuen Planung vermeidet die Deutsche Bahn zwar eine monatelange Vollsperre, verlängert aber die Gesamtbelastung für den Verkehr. Die Güterverkehrsunternehmen zeigen sich weiterhin unzufrieden mit dem verlängerten Zeitrahmen. Ziel der Modernisierung ist es, die Kapazität und Zuverlässigkeit auf dieser für den regionalen und internationalen Verkehr entscheidenden Strecke zu erhöhen.






