05 June 2026, 19:32

Deutscher Filmpreis 2024: Wenders löst Debatte über Filmklassiker aus

Deutscher Filmpreis: Und dann spricht Wim Wenders

Deutscher Filmpreis 2024: Wenders löst Debatte über Filmklassiker aus

Die Verleihung des Deutschen Filmpreises bot emotionale Reden, politische Statements und einen Appell, sich mit älteren Filmen kritisch auseinanderzusetzen. Regisseur Wim Wenders löste eine Debatte aus, indem er infrage stellte, ob umstrittene Szenen aus Klassikern nachträglich bearbeitet werden sollten. Gleichzeitig wurden Preisträger wie Senta Berger und Mascha Schilinski gefeiert.

Wenders nutzte die Bühne, um eine Szene aus seinem Film „Falsche Bewegung“ (1975) mit Nastassja Kinski zu thematisieren. Er räumte ein, dass er sie heute anders drehen würde. Seine Frage – „Darf man einen Film im Nachhinein verändern?“ – entfachte eine breitere Diskussion über den Umgang mit historischen Werken.

Die Goldene Lola für den besten Spielfilm ging an Mascha Schilinskis„Die Mittagsfrau“. Lena Urzendowsky, die in demselben Film mitspielte, gewann die Auszeichnung als beste Nebendarstellerin. Senta Berger wurde für „Ach, diese Lücken, diese verdammten Lücken“ als beste Hauptdarstellerin geehrt. Ihr Sohn, Regisseur Simon Verhoeven, würdigte sie in seiner Dankesrede.

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Produzent Ingo Fliess nahm die Silberne Lola für „Gelbe Briefe“ entgegen und betonte seine Dankbarkeit für die Arbeit in Deutschland. Politisch wurde es, als Akademiepräsident Florian Gallenberger und Moderator Christian Friedel die Sorge über den Aufstieg der rechtspopulistischen AfD äußerten.

Die Preisverleihung vereinte künstlerische Leistungen mit ethischen Debatten. Wenders’ Überlegungen zur Nachbearbeitung von Filmen könnten in der Deutschen Filmakademie weiter diskutiert werden. Die Preisträger feierten unterdessen ihre Beiträge zum Kino – in einer Nacht, die Jubel und Reflexion verband.

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