29 April 2026, 02:18

Deutschland droht Ende 2024 ein neuer Inflationsschock durch Golf-Konflikt

Euro-Zeichen vor dem Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, Deutschland, mit Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Deutschland droht Ende 2024 ein neuer Inflationsschock durch Golf-Konflikt

Deutschland könnte Ende 2024 einen erneuten starken Inflationsanstieg erleben, mit einer erwarteten Rate von 4,6 Prozent im Dezember. Der Preisschub folgt auf die zunehmenden Spannungen im Persischen Golf nach einem US-Angriff auf den Iran. Ökonomen warnen, dass höhere Preise mit einer schwachen Wirtschaftsentwicklung zusammenfallen könnten – und damit Erinnerungen an die Energiekrise von 2022 wachrufen.

Die aktuelle Inflationsprognose stammt vom Deutschen Wirtschaftsinstitut (IW), das die Eskalation des US-Israel-Konflikts mit dem Iran als Hauptgrund nennt. Als Reaktion hat die Bundesregierung vorläufige Entlastungsmaßnahmen beschlossen, darunter einen Spritrabatt ab dem 1. Mai. Unternehmen dürfen ihren Beschäftigten zudem eine steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zahlen.

Die IW-Prognosen ziehen Parallelen zur Energiekrise 2022, als die Inflation nach Russlands Angriff auf die Ukraine auf über 10 Prozent kletterte. Damals lag der Jahresdurchschnitt bei 6,9 Prozent. Nun warnt das Institut, dass die Teuerung länger hoch bleiben könnte: Die Prognose für den Durchschnittswert 2026 wurde von 2,7 auf 3,5 Prozent nach oben korrigiert.

Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW, betonte die Gefahr einer Stagflation – also einer Kombination aus hoher Inflation und schwachem Wachstum. Er forderte die Regierung auf, einkommensschwache Haushalte zu unterstützen, etwa durch eine Erhöhung der Pendlerpauschale, um steigende Fahrtkosten abzufedern. Das IW schloss zudem weitere Eingriffe der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht aus, die 2022 ihre Geldpolitik umkehrte, um die galoppierende Teuerung zu bremsen.

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Der erwartete Inflationsschub wäre ein Rückschlag nach monatelanger schrittweiser Entspannung. Mit Spritrabatten und steuerfreien Bonuszahlungen will die Regierung die Belastung für Verbraucher abmildern. Ökonomen betonen jedoch, dass die langfristige Stabilität davon abhängt, wie sich der Konflikt im Persischen Golf entwickelt – und ob weitere politische Maßnahmen nötig werden.

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