17 January 2026, 14:19

DGB fordert Ausbildungsfonds für Niedersachsen nach Bremer Vorbild

Ein altes Postkartensuvenir zeigt einen belebten Dresdner Bahnhof mit Fahrzeugen, Menschen, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel, mit der Aufschrift "Dresden Hauptbahnhof" oben.

DGB will das Bremer Ausbildungsfonds auch in Niedersachsen einführen - DGB fordert Ausbildungsfonds für Niedersachsen nach Bremer Vorbild

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich dafür ein, dass Niedersachsen einen Ausbildungsfonds nach Bremer Vorbild einführt. Das Vorhaben zielt darauf ab, Betriebe zu unterstützen, die Auszubildende einstellen, während die Kosten auf alle größeren Unternehmen verteilt werden. Ernesto Harder, der Landesvorsitzende des DGB in Niedersachsen, befürwortet den Plan als Möglichkeit, den Druck auf dem Ausbildungsmarkt zu verringern.

Harder, der im Dezember 2024 zum DGB-Landeschef in Niedersachsen gewählt wurde, leitete zuvor seit 2021 den Bremer Landesbezirk der Gewerkschaft. Seine dortigen Erfahrungen prägten den Vorschlag, da das Bremer Modell vorsieht, dass alle größeren Unternehmen in einen Ausbildungsfonds einzahlen. Betriebe, die Ausbildungsplätze anbieten, erhalten daraufhin jährliche Rückerstattungen von bis zu 2.250 Euro pro Auszubildendem.

Der Fonds finanziert zudem zusätzliche Qualifizierungsprogramme. Allerdings wächst die Opposition: Mehrere Industrie- und Handelskammern haben die Abgabe bereits gerichtlich angefochten – bisher jedoch ohne Erfolg. Viele Unternehmen argumentieren, das System belaste sie finanziell und bürokratisch zusätzlich. Trotz der rechtlichen Auseinandersetzungen bleibt der DGB zuversichtlich. Harders Führung in Niedersachsen deutet darauf hin, dass das Modell auch dort funktionieren könnte – indem es mehr Betrieben ermöglicht, Ausbildungsplätze zu schaffen, während die Kosten auf die gesamte Wirtschaft verteilt werden.

Würde der Fonds eingeführt, müssten alle größeren Unternehmen in Niedersachsen in einen gemeinsamen Topf einzahlen. Betriebe, die ausbilden, könnten dann Erstattungen beantragen und so ihre finanzielle Belastung verringern. Der DGB ist überzeugt, dass dieser Ansatz den Ausbildungsmarkt in der Region stabilisieren könnte.