DLRG verzeichnet Rekordzulauf junger Mitglieder – doch Bädersterben erschwert die Ausbildung
Noah JägerÜber 200.000 Kinder bei der DLRG: Was lockt die Kleinen an - DLRG verzeichnet Rekordzulauf junger Mitglieder – doch Bädersterben erschwert die Ausbildung
Deutschlands Rettungsschwimmer-Organisation DLRG verzeichnet starken Zulauf junger Mitglieder – fast die Hälfte ist 18 oder jünger
Im Jahr 2025 sind über 200.000 Kinder der DLRG beigetreten – ein Rekordwert. Der Anstieg fällt in eine Zeit, in der die Nachfrage nach Schwimmkursen steigt, während gleichzeitig bundesweit immer mehr öffentliche Bäder schließen und damit neue Herausforderungen schaffen.
Wie die DLRG berichtet, gab es im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg bei den kindlichen Mitgliedern. Allein 2025 stieg die Zahl der Unter-12-Jährigen um 5.615. Mittlerweile sind 49 Prozent aller Mitglieder 18 Jahre alt oder jünger.
Trotz dieses Jugendbooms ist das Durchschnittsalter der DLRG-Mitglieder in den letzten zehn Jahren um etwa 32 Wochen angestiegen. Die stärkste Zunahme bei den Erwachsenen verzeichneten zwei Altersgruppen: die 30- bis 49-Jährigen sowie die über 60-Jährigen.
Die Organisation führt den Anstieg der Kinderanmeldungen auf den Rückgang öffentlicher Schwimmbäder zurück. Jährlich schließen etwa 80 Bäder aufgrund von Instandhaltungsproblemen oder baulichen Mängeln. Angesichts der schrumpfenden Angebote wenden sich Eltern vermehrt an die DLRG, um ihren Kindern Schwimmunterricht und Wasserrettungskurse zu ermöglichen.
Noch nie haben so viele Kinder der DLRG beigetreten – doch die Schließung von Bädern belastet weiterhin die Kapazitäten. Die Organisation steht nun vor der Aufgabe, die rekordhohe Zahl junger Mitglieder zu integrieren, während gleichzeitig die Alterung der Mitgliedschaft bewältigt werden muss. Dieser Trend unterstreicht die wachsende Bedeutung alternativer Schwimmausbildungen, da öffentliche Einrichtungen immer weiter zurückgehen.






