23 May 2026, 02:15

Dobrindt lehnt Vorsorge gegen AfD-Zugang zu Geheimdaten ab – "Spekulativ und unnötig"

Innerminister Dobrindt: Warnungen vor AfD-Putsch sind Schreckschuss

Dobrindt lehnt Vorsorge gegen AfD-Zugang zu Geheimdaten ab – "Spekulativ und unnötig"

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Warnungen vor einem möglichen Machtzugriff der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) nach den jüngsten Landtagswahlen in Ostdeutschland zurückgewiesen. Gleichzeitig stellte er die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen infrage, die der Partei den Zugang zu sensiblen Sicherheitsinformationen erschweren sollen. Solche Bedenken bezeichnete er als verfrüht und spekulativ.

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Dobrindt lehnte Forderungen einiger Landesvertreter ab, Vorsorgemaßnahmen einzuführen, die verhindern würden, dass die AfD an geheime Sicherheitsdaten gelangt. Er argumentierte, dass Vorbereitungen auf ein unwahrscheinliches Szenario – etwa eine Alleinregierung der AfD – unnötig und kontraproduktiv seien. Stattdessen kritisierte er die Konzentration auf „Untergangsszenarien“ und hinterfragte deren praktischen Nutzen.

Zur Frage der Wahlbeeinflussung bestätigte Dobrindt, dass Desinformationskampagnen und koordinierte Einflussnahmen in sozialen Medien – auch durch ausländische Akteure – weiterhin stattfänden. Allerdings gebe es keine Belege für ernsthafte Versuche aus dem Ausland, die anstehenden Landtagswahlen zu stören. Zudem sei vor der Wahl im September kein spürbarer Anstieg solcher Aktivitäten zu verzeichnen.

Der Minister betonte, dass noch ausreichend Zeit bleibe, um präventiv politische Maßnahmen zu ergreifen. Er rief dazu auf, potenzielle Risiken aktiv anzugehen, statt sich in spekulativen Debatten über extreme Eventualitäten zu verlieren.

Dobrindts Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über den steigenden Einfluss der AfD in Ostdeutschland. Da die Wahlen noch Monate entfernt sind, deutet seine Haltung darauf hin, dass der Fokus auf praktischen Schritten liegen sollte – und nicht auf hypothetischen Bedrohungen. Gleichzeitig unterstreichen seine Aussagen die laufenden Bemühungen, Desinformation zu überwachen und zu bekämpfen, ohne auf unbewiesene Risiken überzureagieren.

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