Tiermagnet auf der A7: Hunderte Anrufe wegen Hirsch - Einzelgänger-Hirsch Rehné lebt gefährlich nah an der Autobahn A7
Ein junger Hirsch, der von Anwohnern Rehné getauft wurde, ist seit einiger Zeit eine vertraute Erscheinung in der Nähe der Autobahn A7 in Niedersachsen. Seit mehr als zwei Jahren wird das Tier immer wieder in der Nähe der Anschlussstelle Soltau-Süd in Richtung Hannover gesichtet. Trotz des dichten Verkehrs ist der Hirsch in der Gegend geblieben, ohne dass es bisher zu Zwischenfällen gekommen wäre.
Der dreijährige Hirsch hat seinen Geburtsort kaum je verlassen. Anders als viele Artgenossen meidet er Rudel und wurde bisher nicht bei der Suche nach einem Partner beobachtet. Sein Einzelgängertum hält ihn in der Nähe der Autobahn, wo er für vorbeifahrende Autofahrer gut sichtbar bleibt.
Wildtierbeobachtungen entlang der A7 haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Zwischen 2021 und 2026 stiegen die Meldungen über Rehe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein um 25 Prozent, während Sichtungen von Wildschweinen um 15 Prozent anwuchsen. Mit dieser Entwicklung ging auch eine Zunahme von Wildunfällen einher: Jährlich werden rund 1.200 zusammenstöße mit Tieren registriert, vor allem mit Rehen und Wildschweinen.
Um künftige Risiken zu minimieren, werden die Behörden in Kürze Warnschilder in der Nähe der Anschlussstelle Soltau-Süd aufstellen. Die Maßnahmen sollen Autofahrer auf Rehnés Anwesenheit aufmerksam machen und zu erhöhter Vorsicht in Wildwechselzonen anhalten.
Das ungewöhnliche Verhalten des Hirschs lenkt die Aufmerksamkeit auf die wachsenden Wildtierpopulationen in der Nähe großer Verkehrsadern. Die neuen Warnschilder sollen helfen, mögliche Gefahren in dem Abschnitt zu verringern. Autofahrer werden aufgefordert, besonders achtsam zu sein, wenn sie die Strecke bei Soltau passieren.






