Elterngeld-Streit: 350 Millionen Kürzung droht – Familien in Aufruhr
Philipp HartmannElterngeld-Streit: 350 Millionen Kürzung droht – Familien in Aufruhr
Elterngeld in Deutschland: Massive Kürzungen drohen – Kritik von allen Seiten
Die deutschen Leistungen für Elternzeit könnten drastisch gekürzt werden, da die Regierung ihre Ausgaben reduzieren will. Medienberichten zufolge plant Familienministerin Karin Prien (CDU), rund 350 Millionen Euro aus dem Programm zu streichen. Der Vorstoß hat bereits scharfe Kritik von Politiker:innen und Familienverbänden ausgelöst.
Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sprach sich entschieden gegen die geplanten Kürzungen aus. Sie betonte, das Elterngeld erfülle eine doppelte Funktion: Es entlaste Familien und stabilisiere gleichzeitig den Arbeitsmarkt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass 74 Prozent der Bezieher:innen Frauen sind – ein Beleg für die Bedeutung des Elterngelds bei der Förderung der Gleichberechtigung.
Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), verurteilte die Pläne. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Deutschland die niedrigste Geburtenrate seit 1946 verzeichnet – ein Alarmsignal für die langfristige demografische Entwicklung.
Britta Altenkamp, Leiterin des Zukunftsforum Familie (ZFF), nannte die Debatte über die Kürzungen ein „verheerendes Signal“ für Familien. Die Kritik spiegelt die Sorge wider, dass weniger finanzielle Unterstützung Eltern zusätzlich belasten könnte – besonders angesichts ohnehin hoher Kinderbetreuungskosten und wirtschaftlicher Herausforderungen.
Sollten die geplanten Streichungen umgesetzt werden, entfielen 350 Millionen Euro an Familienförderung. Angesichts historisch niedriger Geburtenraten und des hohen Frauenanteils unter den Bezieher:innen könnte die Entscheidung sowohl die Haushaltsfinanzen als auch die Erwerbstätigkeit beeinflussen. Der endgültige Vorschlag wird nun von Abgeordneten und Verbänden weiter geprüft.






