14 January 2026, 12:33

Ernie und Bert kehren an Hamburger Ampeln zurück – zum 50. Jubiläum der Sesamstraße

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto von Menschen, die eine Straße in Berlin, Deutschland, entlanggehen, mit Fahrzeugen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel und einem Text oben.

Ampelmännchen im neuen Licht - Sesamstraße-Duo in Hamburg - Ernie und Bert kehren an Hamburger Ampeln zurück – zum 50. Jubiläum der Sesamstraße

Hamburg holt Ernie und Bert an seine Ampeln zurück

Diese Woche kehren Ernie und Bert aus der Sesamstraße an zwei Hamburger Kreuzungen zurück – als Hommage zum 50. Jubiläum der Kultserie. Die Rückkehr der beliebten Figuren markiert das Ende jahrelanger Debatten über kreative Ampeln in Deutschland.

Erstmals waren die beiden 2014 an den Kreuzungen Lange Reihe und Schanzenstern in St. Pauli zu sehen. Eine lokale Kampagne der SPD setzte sie als Symbol für Toleranz und Vielfalt ein. Doch bereits nach zwei Tagen mussten sie wieder entfernt werden, nachdem Sesame Workshop, der US-amerikanische Rechteinhaber, wegen Markenverletzung protestiert hatte.

Nun hat der NDR, der deutsche Produktionspartner der Sesamstraße, die nötige Genehmigung für ihre Rückkehr erwirkt. Ab diesem Dienstag leuchten die neuen Ampeln an den Kreuzungen Hugh-Greene-Weg/Julius-Vosseler-Straße und Rothenbaumchaussee/Oberstraße. Die offizielle Enthüllung findet noch heute Nachmittag statt.

Hamburg ist nicht die einzige Stadt mit kreativen Ampelfiguren: Vor dem Wikinger-Museum Haithabu in Haddeby weist ein Wikinger den Weg, in Emden grüßt Komiker Otto Waalkes die Passanten, und in Schwerin zeigt der Petermann-Geist Richtung historisches Schloss. Weitere Motive sind die Mainzelmännchen des ZDF, die Bremer Stadtmusikanten oder gleichgeschlechtliche Paare – letztere führten in Hildesheim zwar zu einer Klage, die jedoch als unzulässig abgewiesen wurde.

Die Ernie-und-Bert-Ampeln bleiben als bleibende Erinnerung an die Serie erhalten. Hamburg reiht sich damit ein in die Reihe deutscher Städte, die mit individuellen Figuren ihren Fußgängerübergängen lokalen Charme verleihen. Der Schritt zeigt, wie öffentliche Infrastruktur und kulturelle Wertschätzung zunehmend verschmelzen.